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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Voller Leidenschaft und Virtuosität

31.12.2018

Nordenham „Unsere Jahresabschlusskonzerte sind immer etwas Besonderes“, sagte Dr. Burkhard Leimbach in der Jahnhalle. Der 1. Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Nordenham hatte nicht zu viel versprochen. Denn Stefan Tönjes, der Leiter der Musiksparte, war auf ein ganz ungewöhnliches Ensemble aufmerksam geworden: das Trio Milón mit der Geigerin Sigrid Penkert, der Cellistin Beate Hofmann und dem Pianisten Wolfgang Torkler.

Die drei Profi-Musiker verbinden in ihren Musikstücken ganz unterschiedlicher Genres: europäische Klassik, Jazz, lateinamerikanische und afro-kubanische Rhythmen. Das führt zu einem ganz eigenen und unvergesslichen Klangerlebnis und Hörgenuss.

Das Trio Milón tritt seit 2011 gemeinsam auf. Zusammengeführt hat die drei Musiker ihr Faible für Peter Ludwig, der sich in der Musikszene vor allem einen Namen durch seine außergewöhnlichen Tangointerpretationen und -kompositionen gemacht hat. Der mehrfach preisgekrönte Musiker aus dem Bayerischen Wald steht für eine äußerst vielseitige, improvisationsreiche und vitale Musik, die sehr stark das südamerikanische Lebensgefühl zum Ausdruck bringt. Gerade deshalb ist sie für Sigrid Penkert, Beate Hofmann und Wolfgang Torkler so inspirierend.

Nicht absehbar

„Als wir angefangen haben, war überhaupt nicht absehbar, dass sich das alles so entwickelt“, erklärte in Nordenham Beate Hofmann. Da verwundert es nicht, dass das Trio Milón seinem Nordenhamer Publikum im ausverkauften Kulturzentrum zahlreiche Werke von Peter Ludwig präsentierte – zum Beispiel das extrem sehnsuchtsvolle und leidenschaftliche Abschiedslied „Lisboa“.

Aber die Drei spielten auch eigene Arrangements, die vor allem aus der kreativen Feder des Jazz-Pianisten Wolfgang Torkler stammen und gemeinsam modifiziert werden. Das Ergebnis ist überragend und nicht einfach in Worte zu fassen. Die Musik des Trio Milóns ist durchweg berührend, egal, ob die Instrumente gerade sanft oder dynamisch gespielt werden. Die drei Musiker harmonieren eben perfekt und moderieren ihre Konzerte auch gemeinsam. Wenn sie auf der Bühne stehen, spiegelt sich ihre Leidenschaft für emotionale Klangvielfalt in den ausgewählten Stücken wider, egal, ob Samba-, Salsa-, Bossanova- klassische oder Jazzpassagen angesagt sind.

So auch bei dem von Beate Hofmann kreierten und energiegeladenen „Rambazamba“, bei dem es Wolfgang Torkler gar nicht mehr auf dem Klavierhocker hielt und die beiden Streicherinnen ihn rhythmisch klatschend begleiteten. Mehrfach griffen die beiden Frauen auch auf die so genannte Pizzicato-Technik zurück, bei der die Saiten der Violine oder eben des Cellos nicht mit dem Bogen gestrichen, sondern mit den Fingern gezupft werden.

Verdichtete Soli

Dann wieder fungierte das Cello zeitweise als Percussion-Instrument. Es gab kurze Gesangseinlagen, verdichtete Soli, so dass die Vielschichtigkeit und Variationsbreite der so lebensbejahenden und mitreißenden Musik sich noch potenzierte.

Das kam natürlich beim Publikum extrem gut an und sorgte zu Recht immer wieder für jede Menge Applaus. „Mit Schwung ins Neue Jahr“, das hatte Burkhard Leimbach den Besuchern der Jahnhalle noch in seiner kurzen Eröffnungsrede gewünscht. Die Musik des Trios Milóns hätte passender nicht sein können.

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