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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Trotz Gerüchten um Schließung – Jahnhalle erlebt einen goldenen Herbst

23.11.2018

Nordenham Das Jahnhallen-Team musste in den vergangenen Wochen immer wieder Fragen beantworten. Die Diskussion um die rückläufigen Besucherzahlen in den beiden Nordenhamer Kulturhäusern Friedeburg und Jahnhalle und das Vorhaben der Stadt, eine Potenzialanalyse für beide Einrichtungen in Auftrag zu geben, hat viele Besucher offensichtlich sehr verunsichert. Es sei bei einigen Jahnhallen-Freunden sogar der Eindruck entstanden, dass das Kulturzentrum eventuell vor der Schließung steht, sagt Stefan Jaedtke alias Yeti. Der Programmchef weiß zwar nicht, zu welchem Ergebnis die Gutachter kommen, die den städtischen Kulturbetrieb unter die Lupe nehmen. Er legt aber Wert auf die Feststellung, dass die Jahnhalle zurzeit so gut besucht ist wie selten zuvor.

Was die Besucherzahlen angeht, erlebt die Jahnhalle gerade einen goldenen Herbst. Stefan Jaedtke verweist auf die Konzerte mit Sweety Glitter & The Sweethearts, Timeless, Querbeat und The Cashmen, die alle in die Kategorie „gut bis sehr gut besucht“ fallen. Ausverkauft meldete die Jahnhalle bei den Konzerten mit True Collins und The Unity. Das Konzert mit den Queen-Kings an diesem Samstag ist fast ausverkauft. Das Gleiche gilt für den Comedy-Abend mit Dave Davis am kommenden Montag. Und weitere publikumsträchtige Veranstaltungen, zum Beispiel die Christmas-Rock-Konzerte mit Prime im Dezember und die Konzerte mit den Ruhwarder Saitenhieben und Abba Review im Januar sind schon in Sichtweite. Für das Zusatzkonzert mit der Band The Unity im Februar sind bereits jetzt 190 Tickets verkauft worden.

Natürlich weiß auch Stefan Jaedtke, dass die zurzeit guten Besucherzahlen eine Momentaufnahme sind. Aber er möchte dem Eindruck entgegenwirken, dass in der Jahnhalle bald die Lichter ausgehen. Zurzeit sei genau das Gegenteil der Fall. Deshalb rät der Jahnhallen-Chef allen Kulturfreunden, nicht zu spekulieren, sondern weiter die Veranstaltungen zu besuchen.

Wie die NWZ berichtete, zählte die Jahnhalle 11.685 Bescher im Jahr 2008. 2017 waren es 7671. Die durchschnittliche Besucherzahl verringerte sich in diesem Zeitraum von 140 auf 128. Nach den Worten von Stefan Jaedtke lässt sich dieser Rückgang unter anderem damit erklären, dass die Kapazität aus Brandschutzgründen eingeschränkt werden musste. Bei unbestuhlten Veranstaltungen dürfen nur noch 300 Besucher in die Jahnhalle (vorher 400) und bei bestuhlten Veranstaltungen 157 (vorher 300). Stefan Jaedtke hat die Erfahrung gemacht, dass einige Künstler bei dieser begrenzten Kapazität von vorneherein abwinken.

Trotzdem ist der Jahnhallen-Chef zuversichtlich, dass die Besucherzahlen wieder besser werden. Für das kommende Jahr setzt er vermehrt auf Comedy-Veranstaltungen. Am 9. Mai zum Beispiel kommt Gaby Köster in die Jahnhalle. Außerdem will er die Kooperation mit anderen Veranstaltern wie den Organisatoren des Fonsstock- und des Andy-Festivals ausweiten. Stefan Jaedtke warnt aber davor, die Jahnhalle nur an Besucherzahlen zu messen. „Schließlich haben wir auch einen kulturellen Auftrag.“ Und das bedeute, dass im Kulturzentrum auch Veranstaltungen jenseits des Mainstreams ihren Platz finden müssen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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