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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kultur: Von Chaplin bis zur chinesischen Mauer

24.02.2020

Nordenham Sie klang wie eine Stimme aus dem Nirwana: laut und hallend, aber sanft. Die Stimme sprach von „märchenhaften Abenteuern“ und nahm die Zuschauer an die Hand, begleitete sie auf ihrem Spaziergang durch eine unwirkliche Schattenwelt voller Zaubereien: Das „Shadow Theatre Delight“ hatte in die Stadthalle Friedeburg geladen.

Und plötzlich schien alles unwirklich. Große Hände modellierten menschliche Körper, setzten Köpfe auf und klebten Arme an – als Schattenrisse in Szene gesetzt, aber quirlig und lebendig projiziert auf eine riesige Leinwand.

Am Anfang stand die Schöpfung von Tieren und Menschen und ihre Evolution. Fünf Tänzer verwandelten sich in einen Bären, mutierten zu einer Kugel, zu einem Löwen, einem Pferd, einem Krokodil und zu einem Apfel. Herrliche, teils faszinierende, teils irritierende Akrobatik war das.

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Von Musik begleitet, erzählten die Künstler hinter der Leinwand Geschichten mit ihren Händen, Armen, Beinen und Füßen. Möglich machte es ein perfektes Zusammenspiel von Licht und Schatten mit ausgeklügelter, holographischer Projektionstechnik auf verschiedenen Ebenen.

So auch in einer Sequenz, in der es um die Zerstörung der Natur ging: Ein Großwildjäger erschoss einen Elefanten, dieser verwandelte sich in eine gewaltige Maschine mit großen Rädern, dann in Industrieanlagen mit rauchenden Schloten. Jedes Detail formten die Tänzer mit ihren Körpern. Später wurden Menschen zu Tischen und Stühlen, Dampfern, wilden Schlangen und Rennwagen, rollenden Felsbrocken und Türmen aus tausendundeiner Nacht.

Das Theater entführte seine Zuschauer in Unterwasserwelten, in die Filmstudios von Charlie Chaplin, ins Museum und die Welt der Vampire. Und es schickte ein Liebespaar auf Weltreise. Ob Kölner Dom, Tower Bridge, Eiffelturm, eine Gondel in Venedig oder die chinesische Mauer – jede Szene war als Silhouette aus Menschen dargestellt. Die Übergänge zwischen den Szenen schafften besagte Stimme aus dem Nichts und eine Künstlerin, die leicht und flink herrliche Kunstwerke zauberte.

Die Zuschauer in der Friedeburg genossen das Spektakel, das die Akteure mit „Amazing Shadows“ – „erstaunliche, tolle Schatten“ – überschrieben hatten. Das „Shadow Theatre Delight“ kommt aus der Ukraine, ist mittlerweile aber auf den Bühnen der Welt zuhause. So begeisterte das Team mit seiner Leichtigkeit und Präzision auch schon in China, Kuwait und Katar.

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