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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Von Hexen, Katzen und Gartenlauben

26.07.2019

Nordenham Ferienzeit ist für viele die Zeit der Erholung. Dennoch macht sich ab und zu Langeweile breit. Es gibt jedoch einige gute Bücher, mit denen man sich diese Zeit versüßen kann. Die Mitarbeiter der Stadtbücherei Nordenham wie auch der Buchhandlung Bücher von Bestenbostel haben viele Tipps parat.
 Der stellvertretende Leiter der Stadtbücherei, Hendrik Schröder, empfiehlt: „Die Ermordung des Commendatore“ von Haruki Murakami, einem japanischen Schriftsteller. Der zweiteilige Roman handelt von einem Künstler, der zurückgezogen lebt. Dieser erzählt auch die Geschichte, seinen Namen erfährt der Leser nicht. Der Protagonist zieht in eine abgelegene Hütte, die zuvor ein anderer Künstler bewohnte, der nun im Krankenhaus ist. In der Abgeschiedenheit geschehen übernatürliche Dinge, denen sich der Protagonist zu nähern versucht.

Für Japaninteressierte sei der Roman ideal, sagt Hendrik Schröder. „Man erfährt viel über japanische Kunst und Kultur. Die Sprache ist nüchtern aber dennoch fesselnd.“

Wer seinen Blick lieber auf realistische Themen richtet und sich darüber Gedanken macht, wie es der nächsten Generation einmal ergehen wird, findet in „Alles könnte anders sein“ eine heitere Prognose. Der Sachbuch-Bestseller von Harald Welzer befasst sich mit dem Einfluss von neuen Technologien auf die Gesellschaft. Er zeigt Möglichkeiten auf, wie sich die Gesellschaft nachhaltig entwickeln kann und ihre Ressourcen verteilen muss, um auch den folgenden Generationen ein gutes Leben zu ermöglichen.
 Das Buch, das Silke Forster, Mitarbeiterin in der Stadtbücherei, empfiehlt, heißt „Dry“. Darin entwerfen Neal und Jarrod Shusterman ein extremes Szenario. Aus den Wasserhähnen in Kalifornien fließt kein Tropfen mehr, und bald ist die Geduld der Bürger am Ende. Der Roman zeigt, wie im Kampf um das Wasser alles nur noch auf das Überleben gerichtet ist und die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.

Fantastischer geht es dagegen in die „Blutspur“ aus der Rachel-Morgan-Serie von Kim Harrison zu. Der erste Band handelt von einer Hexe, die in Mordfälle verwickelt ist, in einer Welt, in der „praktisch jeder einen Knall hat“, meint Silke Forster. „Man fiebert mit, und manchmal lacht man laut“, berichtet sie.
 Wer es noch ungewöhnlicher haben möchte, dem empfiehlt Sarah-Suela Jürkenbeck, ebenfalls Mitarbeiterin der Stadtbücherei, Alexandra Christos „Elian und Lira“. Der Jugendroman ist eine Adaption der kleinen Meerjungfrau. Die Meerjungfrauen dieser Handlung wollen im Gegensatz zum Original von Hans Christian Andersen aber ihre Jugend bewahren und rauben deshalb Jahr für Jahr einem Prinzen das Herz – im wahrsten Sinne des Wortes. Lira wird hierfür in einen Menschen verwandelt, verliebt sich allerdings in ihr Opfer, den rebellischen Prinzen Elian.

Ganz verrückt wird es in „I hate fairyland“ von Skottie Young, der zweiten Empfehlung von Sarah-Suela Jürkenbeck. Der Comic erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich in einer Welt voller Einhörner und Feen wiederfindet und davon alles andere als begeistert ist. Im Laufe der Geschichte wächst der Hass des Mädchens auf ihre Außenwelt und mündet schließlich sogar in Brutalität. Im Comic-Format werde dies jedoch so präsentiert, dass die Leser selbst darüber noch lachen können, meint Sarah-Suela Jürkenbeck.
 Inga Lüdke aus der Buchhandlung von Bestenbostel empfiehlt „She sheds“, einen Bildband, in dem es um Gartenlauben geht. Das Buch zeigt viele von Frauen kreativ gestaltete Rückzugsorte, die inspirierend und naturnah sind.

Zudem empfiehlt Inga Lüdke „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke. Es ist das Buch zu Guillermo del Toros Film „Pans Labyrinth“. Eine „düstere und fantastische“ Geschichte eines Mädchens im Spanien unter Franco. Im Norden verfolgt ihr Stiefvater die Rebellen. Der Wald, der sich in der Nähe ihres Hauses befindet, wird zum Zufluchtsort des Mädchens, wo es neben vielen anderen Fabelwesen auf einen Faun trifft und von ihm drei Aufgaben gestellt bekommt. Löst es diese, sei dies der Beweis dafür, dass sie die verloren geglaubte Prinzessin des Reiches der Fabelwesen ist.
 Wer seinen Kindern etwas vorlesen möchte oder für die Kinder etwas zum Lesen sucht, kann sich „Missi Moppel“ von Andreas H. Schmachtl vornehmen. Der Geschichtenband erzählt die Abenteuer der kleinen Detektivkatze. „Es ist einfach süß“, findet Alina Bode.

Zu ihren Lieblingsbüchern gehört auch Louise Pentlands „Verrückt wie du und ich“. Der Roman handelt von einer alleinerziehenden Mutter, die immer für ihre sechsjährige Tochter da ist, darüber hinaus aber „das Leben ein wenig vergessen hat“. Sie versucht, zurück ins Leben zu kommen, lernt einen Mann kennen, der sich letzten Endes aber als Enttäuschung entpuppt. „Man leidet mit der Protagonistin, ist auch mal böse auf sie oder stolz“, sagt Alina Bode.
 Zurück ins Leben – das ist auch das Thema in dem Buch, das Kathrin Hürdler empfiehlt. In dem Debütroman „Wir von der anderen Seite“ von Anika Decker geht es um eine Komödienautorin, die sich, nachdem sie aus dem künstlichen Koma erwacht, auf einer Intensivstation wiederfindet. Ihr Weg zur Normalität ist mit vielen Hindernissen versehen. „Man kann darüber lachen und weinen“, meint Kathrin Hürdler.

Zu guter Letzt legt sie Buchfreunden Stefanie Taschinskis „Familie Flickenteppich“ ans Herz. Das Jugendbuch handelt von Emma, Ben, Jojo und ihrem Vater, die gemeinsam in das Haus Nr. 11 ziehen. Dort leben bereits Aylin und Tarek mit ihrer Mutter. Die Geschichte einer Familienzusammenführung der anderen Art sei in einem „super Erzählstil, kindlich und amüsant“ geschrieben. „Es ist zwar ein Buch für jüngere Leser, kommt aber nicht mit erhobenem Zeigefinger daher,“ sagt Kathrin Hürdler.

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