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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Wo die Massen nach Qualität fragen

13.11.2017

Nordenham Es war, wie es in den vergangenen Jahren immer war: Als die Türen des Pfarrheims der St.-Willehad-Gemeinde sich am Samstag Punkt 14 Uhr zum alljährlichen Martinsbasar öffneten, wartete trotz nasskalten Wetters schon eine ganze Traube von Basarbesuchern von einem Fuß auf den anderen tretend ungeduldig darauf, zu den ersten zu gehören, die eingelassen werden. Sie wollten die schönsten Angebote nicht verpassen.

So erinnerte sich Jochen Dudeck. Einmal mehr hatte er es übernommen, im Namen der Willehad-Gemeinde und des Basarteams jeden Gast persönlich mit einem kleinen Geschenk zu begrüßen.

Kein Durchkommen

Und schon wurde es hitzig und wuselig. Während der Rushhour zur Kaffeezeit war zwischen den Verkaufsständen im Pfarrsaal kaum noch ein Durchkommen. Zu attraktiv und anregend war das Angebot – egal, ob Flug-Engel aus Pergamentpapier, Filz-Wichtel oder zu hundert Prozent mit Bio-Getreide gefüllte Knuddel-Kisschen, ob Kränze, Holzkerzen, Tischschmuck oder Arbeiten aus Beton.

Wer allerdings an den Verkaufsständen ein Billig-Schnäppchen suchte, suchte vergebens, denn der Martinsbasar, der seit vielen Jahren schon viele hundert begeisterte Besucher zu seinen Stammkunden zählt und seinem Ruf als einem der größten und schönsten Basare weit und breit auch in diesem Jahr wieder ohne Wenn und Aber gerecht wurde, ist beileibe kein Schnäppchenmarkt.

Die mit viel Liebe und Geschick in den vergangenen zwölf Monaten von den knapp 20 Helfern des Basarteams gefalteten und gebastelten, genähten und gestrickten, gesägten und geflochtenen kleinen Kunstwerke und Unikate hatten nämlich durchaus ihren Preis.

Ein Preis, mit dem jeder Käufer allerdings Gutes tat, denn der Basarerlös geht stets als Spende an ein Projekt des katholischen Hilfswerks Misereor. Seit dem Jahr 2002 sammelte das Basarteam so inzwischen schon weit mehr als 100 000 Euro ein. Eine stolze Summe! In diesem Jahr übrigens, so wurde angekündigt, soll das Projekt „Trauma-Zentrum für misshandelte Frauen und Mädchen im Nordirak“ mit dem Reinerlös gefördert werden.

Geradezu überfüllt war zur Kaffeezeit am Samstag und Sonntag natürlich auch die Cafeteria. Wer hier nach einem netten und ruhigen Plätzchen an einem der Sechsertische Ausschau hielt, musste schon ein Quäntchen Glück haben, eines ergattern zu können. Eine riesig-leckere Auswahl an selbst gebackenen Kuchen nämlich lud zum ausgiebigen Klönen und Genießen ein. Und diese gemütliche Atmosphäre wurde von allen Basargästen gerne genutzt.

Pfarrer hinterm Tresen

Ausgesprochen eng war es ebenso in der Krollkuchen-Bäckerei und im Probierstübchen, in dem auch in diesem Jahr wieder eine bunte, nach äußerst fantasiereichen Rezepten zusammengestellte Auswahl an Marmelade und Likör, Plätzchen, Senfsorten und Konfekt in den Regalen bereitstand. Pfarrer Karl Jasbinschek stellte sich auch selbst hinter den Verkaufstresen und lobte den einzigartigen Geschmack der Rote-Grütze-Konfitüre oder der Kürbis-Apfel-Zimt- und der Kiwi-Banane-Kokosmilch-Marmelade.

Doch niemand sollte etwas kaufen, von dem er nicht überzeugt war: „Probieren Sie doch einfach einmal!“, wurden die Basarkunden immer wieder gebeten. Und der Fingerzeig ging auf den großen Tisch in der Mitte des Raumes. Hier standen zur Selbstbedienung viele geöffnete Gläschen mit interessanten Kostproben.

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