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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Museum Nordenham: Landschaftsbilder bereichern Ausstellung

25.05.2020

Nordenham „Schöne große Bilder, da freue ich mich aber“. Ilse Stüdemann war ganz angetan davon, wofür der Rüstringer Heimatbund ihre Geldspende verwendet hat. Dabei handelt es sich um zwei Landschaftsbilder der Kunstmalerin Anna Martens (1878-1964) für das Museum Nordenham.

Anlässlich des Todes des am 30. September 2019 verstorbenen Ehemanns Ernst Stüdemann hatte die Familie um Geldspenden für den Heimatbund gebeten. „Da ist ein ganz erklecklicher Betrag herausgekommen“, betonte Heimatbund-Vorsitzender Hans-Rudolf Mengers bei der Vorstellung der Kunstwerke in kleiner Runde.

Spendername eingraviert

Er machte deutlich, dass der Verein immer bestrebt sei, Geldspenden so einzusetzen, dass ein Zusammenhang zu dem Gönner erkennbar bleibe. Die Bilder werden mit einem kleinen Messingschild versehen, auf dem der Spendername eingraviert ist.

Der Heimatbund erwarb von dem Geld zwei Landschaftsbilder der aus Eiding in Butjadingen gebürtigen Künstlerin Anna Martens. Die waren ihm von dem Kunstsammler Heinz Walczyk angeboten worden, der vor dem Umzug von Jaderaußendeich nach München seine umfangreiche Kunstsammlung aufgelöst hat. Heinz Walczyk habe sich gefreut, dass die Landschaftsbilder in der Gegend bleiben und auch öffentlich gezeigt werden, berichteten Hans-Rudolf Mengers und Museumsleiter Dr. Timothy Saunders der Spenderin und deren Sohn Dieter, der eigens aus Hamburg angereist war.

Laut Timothy Saunders war Alma Martens 1904 mit der Familie aus Butjadingen nach Oldenburg umgezogen, wo sie bald „zu dem erlesenen Kreis im Oldenburger Künstlerbund gehörte“. Sie habe sich der modernen Landschaftsmalerei von Mooren, Wäldern und Wasserläufen verschrieben und bis 1958 in verschiedenen Museen Deutschlands ausgestellt, darunter auch zweimal im Kunstverein Nordenham.

Hans-Rudolf Mengers wies auf das gute Verhältnis hin, das Ernst Stüdemann zum Heimatbund hatte, „insbesondere zur Moorseer Mühle“. Ilse Stüdemann erinnerte sich, dass er auch die Regale im Museumsarchiv und – zusammen mit Manfred Otromke – das Schiff im ersten Obergeschoss des Museums gebaut hat.

Rückkehr in die Kindheit

Für Ilse Stüdemann war die kleine Feier mit Mundschutz und gebotenem Corona-Abstand eine Rückkehr in die Kindheit. „Hier bin ich zur Schule gegangen, wir haben an der Hansingstraße gewohnt“, erzählte sie von dem Leben in der ehemaligen Südschule, dem jetzigen Museum. „Und ich komme noch mal wieder“, kündigte die rüstige 90-Jährige an. Dann will Museumsleiter Timothy Saunders ihr zeigen, wo die von der Familie Stüdemann gespendeten Bilder einen Ehrenplatz gefunden haben.

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