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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musik In Nordenham: Katzenhöhle, Sitzmöbel und Groovekiste

26.02.2019

Nordenham Sie wirkt etwas unscheinbar. In manch einem Haushalt wird die Holzkiste mit dem Loch, das sich meistens hinten und manchmal an der Seite befindet, längst als Sitzmöbel verwendet. Rüdiger Wallrath hat sich vor drei Jahren eine Cajon zugelegt. Inzwischen wird sie vom Stubentiger als gemütliche Katzenhöhle genutzt. Am vergangenen Samstag musste sich die Katze allerdings ein anderes Plätzchen suchen. Rüdiger Wallrath gehörte zu den Teilnehmern eines Cajon-Workshops. Und vermutlich wird sich seine Katze daran gewöhnen müssen, dass die Cajon künftig nicht mehr so häufig zur Verfügung steht.

Natürlich ist die Cajon in erster Linie ein Musikinstrument. Rund 20 Männer, Frauen und Kinder waren am Samstag bei den ersten beiden Cajon-Workshops dabei. Im April gibt es zwei weitere Workshops, die längst ausgebucht sind. Und inzwischen füllen sich sogar schon die Wartelisten für den Herbst. Jahnhallen-Leiter Stefan Jaedtke ist ziemlich überrascht über das große Interesse. Und auch der Workshop-Leiter Holger Denckmann. Aber natürlich freut er sich über die Resonanz. „Die Holzkiste hat so viel wunderbares Potenzial, das nur darauf wartet, abgerufen zu werden. Und mit der richtigen Technik ist das gar nicht schwer“, sagt er.

Holger Denckmann erklärte den Teilnehmern, wie sie mit verschiedenen Schlagtechniken verschiedene Töne erzeugen. Und er übte mit ihnen verschiedene Rhythmen aus der Pop- und aus der Weltmusik, zum Beispiel Samba und Tango Flamenco. Natürlich klappte nicht gleich alles auf Anhieb. Aber alle Teilnehmer schafften es relativ schnell, einfache Grooves auf der Cajon zu spielen. Holger Denckmann, der die Musikschule der Stadt Oldenburg leitet und vor einigen Jahren gemeinsam mit Ruven Ruppik ein Cajon-Lehrbuch geschrieben hat, war jedenfalls positiv überrascht.

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Der jüngste Teilnehmer war der 11-jährige Jonathan Eich. Er spielt bereits Schlagzeug und hat die „Groovekiste“ zu Weihnachten geschenkt bekommen. „Das Spielen auf der Cajon ist gar nicht so einfach“, sagte er nach dem Schnupperkurs. „Aber es hat viel Spaß gemacht.“ Das ging auch seiner Mutter Rhonda Eich so. „Es macht großen Spaß, aber es ist echt Gehirnsport.“

Rüdiger Wallrath spielt zu Hause Keyboard und Akkordeon. Die Cajon habe er sich angeschafft, weil ihm ein Schlagzeug einfach zu groß ist. Die 69-jährige Gunda Voller macht auch schon lange Musik, unter anderem in dem Duo Second Life. Klavier, Gitarre und Gitarre sind ihre Instrumente. Und jetzt soll die Cajon dazukommen, weil es immer mal wieder Gelegenheiten gibt, sie bei Live-Auftritten einzusetzen.

Die Cajon hat ihren Ursprung in der peruanischen Sklavenmusik. Sie ist gerade für rhythmusbegeisterte Anfänger das ideale Instrument, weil sie nicht viel Platz wegnimmt, transportabel ist und vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Es gibt Modelle, die um die 50 Euro kosten. Nach den Worten von Holger Denckmann ist eine richtig gute Cajon für rund 200 Euro zu haben. Ein weiterer Vorteil ist aus der Sicht von Holger Denckmann, dass sich die Grundtechniken relativ schnell erlernen lassen. „Man braucht nicht so viel Durchhaltevermögen wie zum Beispiel bei der Trompete oder bei der Oboe.“

Wer Interesse hat, im Herbst an einem Cajon-Workshop teilzunehmen, kann sich auf einer Warteliste vormerken lassen. Anmeldungen nimmt die Jahnhalle unter jahnhallenordenham@gmx.de entgegen. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder und Jugendliche.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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