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Rickey Paulding verlängert um zwei Jahre!
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Aktualisiert vor 25 Minuten.

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Rickey Paulding verlängert um zwei Jahre!

NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Letzte Verbeugung im Meisenfrei

07.11.2017

Nordenham Es kam schon ein wenig Wehmut auf, als sich die Musiker der Gruppe Green Lavender zum letzten Mal vor ihrem Publikum verbeugten und den Applaus ihrer Zuhörer genossen. Das Meisenfrei in Bremen war rappelvoll. Ein letztes Mal hatten die Nordenhamer ihr Programm gespielt. Gut 13 Jahre waren sie als Marillion-Coverband im norddeutschen Raum unterwegs und manchmal auch darüber hinaus. Keyboarder Andreas Damröse erzählt, dass zum Abschiedskonzert im Meisenfrei, das im Laufe der Jahre zu einer Art Heim-Arena der Nordenhamer Band geworden ist, Fans aus ganz Deutschland angereist waren. Einer von ihnen kam mit dem Auto aus dem bayerischen Traunstein.

13 Jahre sind für eine Rockband eine lange Zeit. Es gibt in Nordenham nicht viele Gruppen, die so lange durchhalten. „Aber es ist in letzter Zeit immer schwieriger geworden, sich regelmäßig zum Proben zu treffen“, sagt Andreas Damröse. Immer häufiger mussten die Bandmitglieder aus beruflichen Gründen passen. Außerdem ist den Musikern die Lust vergangenen, mit ihren Live-Konzerten erst um 22 oder 23 Uhr zu beginnen. Aber genau das werde zunehmend von den Veranstaltern erwartet, sagt An­dreas Damröse. Deshalb ist jetzt Schluss mit Green Lavender. „Es war ein großes Glück, dass es so lange so gut funktioniert hat“, blickt der 57-Jährige auf die vergangenen 13 Jahre zurück.

Premiere bei Charly

Neben Andreas Damröse gehörten zuletzt Jens Thaden am Schlagzeug, Stefan Scatulla am Bass, Andreas Plump an der Gitarre und Sänger Wolfgang Röße zu der Formation, die ihren ersten Auftritt im April 2005 in Charlys Musikkneipe in Nordenham hatte, damals noch mit Andreas Frey als Trommler. Die Band hatte bei ihrer Bühnenpremiere gerade einmal zwei Stücke von Marillion im Programm. Sie passten wunderbar in das Konzept. Progressive Rock wollten die Jungs spielen. Und dazu gehörten auch Songs von Genesis, von Pink Floyd oder Manfred Mann.

Schon beim zweiten Konzert, das in Charlys Musikkneipe in Oldenburg stattfand, ging es nur noch um Marillion. „Die Resonanz war super. Und das gute Feedback hat uns bestärkt, auf dieser Schiene weiterzumachen“, erinnert sich Andreas Damröse.

Dabei ist die Gruppe Marillion nicht unbedingt eine Hit-Maschine. Die britische Rockband wurde 1979 gegründet und hatte ihre größten Erfolge in der so genannten Fish-Ära. Fish war bis 1988 Sänger der Band. In diesen Zeitraum fällt auch das Konzept-Album „Misplaced Childhood“, das die beiden größten Single-Erfolge „Kayleigh“ und „Lavender“ enthält. Die Nordenhamer nahmen sich vor, dieses Album 1:1 live auf die Bühne zu bringen. Eine Riesen-Herausforderung. Und da Andreas Damröse und seine Kollegen keine Freunde von Kompromissen sind, sollte es genau so klingen wie im Original. Die Sound-Fetischisten machten sich an die Arbeit, wohl wissend, dass sie es mit einem kritischen Publikum zu tun haben, das keine Fehler verzeiht. Es gibt einfachere Wege, seine Zuhörer zu begeistern. Green Lavender wählte den schwierigen Weg und hatte damit 13 Jahre lang großen Erfolg.

Ritterschlag

Dass dieses Kapitel nun beendet ist, ist vor allem für Wolfgang Röße bitter. Er hat mit seinem Gesang selbst eingefleischte Marillion-Fans in Staunen versetzt, weil er mit seiner Stimme so nah an Fish herangekommen ist. Wie kaum ein anderer hat er seine Rolle gelebt. So gut, dass ihm Mick Pointer, der Ex-Schlagzeuger von Marillion, einmal für eine Tournee anheuern wollte. Wolfgang Röße, der ein Green-Lavender-Tattoo am Unterarm trägt, musste schweren Herzens absagen, weil er nicht die Zeit dafür aufbringen konnte. „Aber für ihn war das der Ritterschlag und für die ganze Band eine schöne Bestätigung“, erinnert sich Andreas Damröse.

Der 57-Jährige kann sich gut vorstellen, dass sich die Bandmitglieder auch künftig gelegentlich treffen, um gemeinsam Musik zu machen – „nur so zum Spaß.“ Ansonsten ist er – nach einer kurzen Pause – offen für Neues. „Keine Top-40-Musik, vielleicht mal eigene Sachen.“

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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