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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Grüne Idylle mit einem Hauch von Zen

14.06.2019

Nordenham Neben dem Wohnhaus mit dem roten Ziegeldach führt ein schmaler Durchgang zum rückwärtigen Grundstück. Wer vor dem Gebäude an der St.-Willehad-Straße 26 steht, würde niemals auf die Idee kommen, dass sich dahinter eine grüne Idylle befindet. Allein die Größe mit rund 1000 Quadratmetern ist für einen Privatgarten mitten in der Stadt schon ungewöhnlich. Aber das wirklich Besondere an dem Garten von Monika und Werner Fuchs ist die Gestaltung, mit der die beiden ein klares Ziel verfolgen: Ihnen geht es nicht um Perfektion, sondern um Naturgenuss und Entspannung. „Unser Garten ist ein Rückzugsort vom Alltag“, sagt Werner Fuchs. Für den 69-jährigen Physiotherapeuten hat der Aufenthalt in seiner mit viel Eigenarbeit hergerichteten Grünanlage auch etwas Meditatives. Dazu passen die vielen Elemente mit einem Hauch von Zen.

Sonnabend geöffnet

Monika und Werner Fuchs beteiligen sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion „Offene Gartenpforte“. Freunde hatten sie dazu überredet. Die beiden sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird. „Wir geben gerne Anregungen und beantworten Fragen“, freut sich Werner Fuchs auf die Besucher. Geöffnet ist der Garten allerdings nur an diesem Sonnabend, 15. Juni, in der Zeit vom 11 bis 17 Uhr. Dazu findet ein Bücherflohmarkt statt, bei dem die Eheleute Fuchs unter anderem Gartenliteratur anbieten.

Als die beiden vor 40 Jahren das Haus an der St.-Willehad-Straße kauften, war das große Gartengrundstück ein bedeutendes Argument. Zunächst ging es vor allem darum, viel Platz zum Spielen für die Kinder zu haben. Nach und nach gestalteten die Eheleute den Garten um, entfernten die zahlreichen Tannen, schafften Rückzugsbereiche und Terrassen mit Sitzgelegenheiten. So lässt sich dort eigentlich immer ein sonniges Plätzchen finden.

Inzwischen sind die drei Kinder zwar erwachsen, aber dafür gibt es jetzt vier Enkel, die den Garten genauso lieben. Auch für sie hat Werner Fuchs Ecken zum Spielen eingerichtet. Ein Kletterschiff der Marke Eigenbau ist vorhanden, ebenso ein Boccia-Feld.

Werner Fuchs hat Freude an der Gartenarbeit und lässt sich dabei gerne von spontanen Einfällen leiten. Dazu kommt seine Begeisterung für das Werken mit Holz. Diesen kreativen Tatendrang kann er in seiner Gartenlandschaft wunderbar ausleben.

Genauso wichtig ist ihm aber der meditative Ansatz: „Ich mag es sehr, mich einfach hinzusetzen und die Gedanken schweifen zu lassen.“ Diese Momente der Ruhe und Entspannung genießt Werner Fuchs „mit allen Sinnen“. Manchmal greift er dann zu einem Musikinstrument namens Handpan. Mit leichten trommelnden Bewegungen entlockt er dem blechernen Klangkörper sphärische Töne, die sanft und beruhigend wirken. Meditativ eben.

Nicht zufällig lugt eine glänzende Buddha-Skulptur hinter einer Pflanze hervor. Dazu klimpert leise ein Windspiel in den Ästen. Dieses Umfeld ist auch für die Übungsstunden der Tai-Chi-Gruppe, der Monika und Werner Fuchs angehören, wie geschaffen.

Auf dem Rasen thront ein Fundament mit einem hölzernen Rankgerüst für hochgeschossene Ramblerrosen. Blütenblätter in verschiedenen Farben schweben von dort durch den Garten. Das wirkt ebenfalls entschleunigend und verstärkt den Eindruck, dass Hektik hier nichts zu suchen hat.

Alte Obstbäume, kleine und große Beete, Bambushecken, Skulpturen und ein Wasserspiel vervollständigen das Ambiente. Hinzu kommen witzige Akzente. Zum Beispiel der Holzstuhl, den Werner Fuchs verkehrt herum an einem Rankgerüst befestigt hat. Dort können Jacken und die Gartenschere aufgehängt werden – sozusagen eine improvisierte Gartengarderobe.

Steingarten auch dabei

Eine neue Errungenschaft der über viele Sommer gewachsenen Idylle ist der Steingarten. Werner Fuchs hat ihn im vergangenen Jahr angelegt. Früher stand dort ein Kastanienbaum, der krank war und weichen musste. Weiter hinten hat Werner Fuchs ein Hochbeet gebaut. Dort wachsen Tomaten, Kohlrabi, Karotten und Kräuter.

Diese Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Buddha bis Nutzpflanze machen den Reiz der Gartenanlage aus. Natürlich ist das auch mit viel Arbeit verbunden. Aber darüber kann Werner Fuchs nur lächeln: „Gartenarbeit ist für mich keine Arbeit“, sagt er, „sondern Entspannung.“

Offene Gartenpforte


 Anlässlich der Aktion
„Offene Gartenpforte“ sind an diesem Wochenende, 15. und 16. Juni, in der Wesermarsch acht private Gärten für Besucher geöffnet. Die Gartenbesitzer bitten um ein kleines Eintrittsgeld, das sozialen Einrichtungen zugute kommen soll.


In Nordenham
beteiligen sich Anne und Hinrich Allmers am Heetweg 46 (Sonnabend und Sonntag 11 bis 17 Uhr), Monika und Werner Fuchs an der St.-Willehad-Straße 26 (Sonnabend 11 bis 17 Uhr) sowie Christa und Fritz Bahlmann am Treuenfelder Weg 26 (Sonnabend und Sonntag 11 bis 17 Uhr).


In Butjadingen
sind Gartenfreunde bei Dagmar und Frerk Allmers-Plump in Widders an der Burhaver Straße 98 (Sonnabend und Sonntag 11 bis 17 Uhr) sowie bei Marion und Mario Wagner-Hansen in Eckwarden Altendeich 21 (Sonnabend und Sonntag 10 bis 20 Uhr) willkommen.


In Stadland
zeigen Johanna Kühn, Dagmar Barten und Sigrid Canz in Seefeld an der Reitlander Straße 5 (Sonnabend und Sonntag 11 bis 17 Uhr) ihren Garten.


In Jade
sind Christa und Hans Meinen in Augusthausen am Hasenweg 6 (Sonnabend und Sonntag 11 bis 17 Uhr) die Gastgeber.


In Brake
präsentieren Hanne und Reiner Blohm an der Schlesier Straße 4 (Sonntag 10 bis 18 Uhr) ihren Garten der Öffentlichkeit.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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