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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Hommage an Marilyn Monroe

13.02.2018

Nordenham Wer kennt sie nicht, die amerikanische Filmikone und Sängerin, die in den 50er Jahren zum Weltstar wurde und seitdem als archetypisches Sexsymbol des 20. Jahrhunderts gilt? Marilyn Monroe, die Frau mit den sinnlichen Körperformen, glamourösen Roben, platinblonden Locken und sorgfältig geschminkten, glänzenden Lippen hat bis heute zahlreiche Fans. Zeitlebens und auch nach ihrem Tod im Jahr 1962 hat sie in den Medien immer wieder für Furore und Spekulationen um ihre Person gesorgt.

Kann eine Theaterrevue über diese zugleich zerbrechliche und starke Frau überhaupt gelingen? Ja, sie kann. Das zeigten Kiki Beyer und die Sweet Syncopators in der Jahnhalle mit ihrer facettenreichen Revue „Mensch Marilyn“. „Eine richtig tolle Show, eine super Stimme und eine geile Band. Und das Ganze ist sehr informativ und unterhaltsam“, meinte nicht nur Besucher Norbert Anneken, der eigens aus Jade zu dem Varietéabend gekommen war.

Vielschichtige Frau

Wer allerdings eine glamouröse Kopie von Marilyn Monroe auf der Bühne erwartet hatte, wurde enttäuscht. Denn Kiki Beyer mit dem Kurzhaarschnitt verzichtet bewusst darauf, äußerlich mit der legendären Kinds-Frau in Konkurrenz zu treten. „Es gibt nur eine Marilyn“, sagte sie gleich zu Anfang. „Und die ist fort.“

Der Oldenburger Sängerin und Entertainerin geht es in ihrer Show „Mensch Marilyn“ vielmehr darum, ihren Zuschauern die „wirkliche Wahrheit“ über die populäre und vielschichtige Frau zu vermitteln – mit all den Höhen und Tiefen, Ungereimtheiten, Widersprüchen und erstaunlichen Entdeckungen.

Dabei bedient sie sich vieler Tatsachen, aber auch möglicher Geschichten, die ihre Wurzeln hier in Norddeutschland haben. Mitunter ist es da für den Zuschauer gar nicht so einfach, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Das ist auch gar nicht so wichtig, weil die Kernaussage der Show mit einer wirklich beeindruckenden Choreographie sowohl in den Wortbeiträgen als auch in den sehr gekonnten musikalischen Einlagen rüber kommt.

Marilyn Monroe musste in ihrem kurzen Leben viele Verletzungen und Demütigungen hinnehmen. Sie wurde oft verkannt. „Eine Schauspielerin ist keine Maschine, aber sie behandeln dich wie eine Geldmaschine“, hat die amerikanische Diva einmal über sich gesagt, die unter ihren scheiternden Beziehungen – drei Ehen und zahlreichen Affären – litt.

Der Nachwelt hat die weltberühmte Film- und Jazz-Liebhaberin, die auch aktiv gegen die Rassentrennung in den USA vorgegangen ist, Aufnahmen hinterlassen, die ihre ganze Verletzt- und Zerrissenheit widerspiegeln wie zum Beispiel „My Heart Belongs to Daddy“ oder „When I fall in love“. Aber natürlich spielen die „Sweet Syncopators“ mit David Zernack (Saxofon), Falko Burkert (Kontrabass), Bastian Kahrs (Klavier) und Mathias Büsseler (Schlagzeug) in der Show auch Klassiker wie „Some Like It Hot“ und „Diamonds Are A Girls Best Friend“.

Eigene Note

Das Quartett verleiht den Musikstücken seine ganz eigene Note und Kiki Beyer singt mitunter sogar auf Platt. Und nicht nur das. Die vier Profimusiker überzeugen auch schauspielerisch, wenn sie etwa als Paparazzi oder Götter in Weiß auf der Bühne agieren. „Das Schauspielerische war für uns ein ganz neues Element, in das wir uns erst einfinden mussten“, erzählen Mathias Büsseler und Bastian Kahrs. „Aber wir haben einfach einen verdammt guten Regisseur.“ Die beiden lobten übrigens ebenso das Team der Jahnhalle, das unter anderem für eine äußerst gelungene Lichttechnik gesorgt hatte.

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