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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mieses Wetter drückt auf Besucherzahl

21.08.2017

Nordenham Es ist Samstagabend, 20.15 Uhr auf dem Nordenhamer Marktplatz. Die Band Promise spielt „Celebrate Good Times“ auf der Marktplatz-Bühne. Ein kleiner Junge im Grundschulalter nimmt die Aufforderung, die guten Zeiten zu feiern, wörtlich und legt auf dem indischen Granit vor der Absperrung eine Break-Dance-Einlage vom Feinsten hin. Er hat reichlich Platz dafür, denn auf dem Areal vor der Hauptbühne hüpfen zu diesem Zeitpunkt nur einige wenige Kinder verg­nügt auf und ab. Das Besucheraufkommen auf dem Marktplatz ist überschaubar.

Es wäre unfair, zu behaupten, dass diese Momentaufnahme sinnbildlich für das Nordenhamer Stadtfest 2017 steht. Schließlich gab es auch einen wunderbaren Auftakt am Donnerstagabend mit der Band Deichfieber, einen tollen Festumzug am Freitag, und natürlich füllte sich die Partymeile an den Abenden, stieg die Stimmung vor den Bühnen, wo erstklassige Bands spielten. Beispiel: Green4aDay. Die Jungs zündeten am Samstagabend in der Fußgängerzone ein Rockfeuerwerk ab. Und auch bei der Band Promise kochte am späten Samstagabend die Stimmung. Aber häufiger als üblich erlebte das Stadtfest eben auch die eher trostlosen Phasen. Nicht nur am verregneten Sonntag schauten viele Schausteller in die Röhre.

Das Wetter bei der viertägigen City-Sause war insgesamt ziemlich durchwachsen. An den Abenden blieb es weitgehend trocken. Tagsüber gab es aber immer mal wieder kräftige Schauer. Die Sonne ließ sich so gut wie gar nicht blicken. Klar, dass das auf den Umsatz drückt. Veranstalter Peter Böseler macht kein Geheimnis daraus, dass er sich vor allem für den Sonntag mehr Besucher gewünscht hätte. Beim tollen Auftritt der Line-Dance-Gruppe White Roses und bei der anschließenden Zaubershow war tote Hose auf dem Marktplatz.

Lag’s nur am Wetter? Peter Böseler glaubt, dass die Terrorgefahr in Europa die Menschen vorsichtiger gemacht hat und immer mehr Menschen Großveranstaltungen meiden. Angesichts der widrigen Bedingungen war der Veranstalter aber insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Stadtfestes.

Tatsächlich hatten vor allem die Schausteller, die mit ihrem Angebot Kinder und Familien ansprechen, zu wenig Kundschaft. Robert Kamin aus Stade zum Beispiel. Seit neun Jahren ist er mit seiner Dosenwurfbude beim Nordenhamer Stadtfest. „Am Donnerstag hatte ich keinen einzigen Kunden“, sagt er. „Am Freitag und Samstag lief’s auch nicht viel besser.“ In Nordenham gehe es schon seit Jahren bergab. Eine Kollege habe bereits am Samstag seine Zelte abgebrochen. Im nächsten Jahr wolle er deshalb nicht wiederkommen, sagt Robert Kamin.

Brezn-Bäcker Marco For­tino hat eine ganz andere Meinung zum Nordenhamer Stadtfest. Natürlich hat das Wetter auch bei ihm auf den Umsatz gedrückt. „Aber nach Nordenham komme ich immer wieder gerne. Es ist deutlich zu sehen, dass das Stadtfest für die Nordenhamer etwas Besonderes ist. Obwohl die Musik um 1 Uhr endet, wird hier noch bis nachts um 3 Uhr gefeiert. Das ist in anderen Städten nicht so.“

So oder so: Die Besucher hatten ihren Spaß. Die neunjährige Eske Netzker zum Beispiel, die an der Losbude einen Hauptpreis gewonnen hat. Mit strahlenden Augen entscheidet sie sich für Glubschi, das Kuscheltier mit den großen Augen. Bruder Tjork (11) ist mit dem Trostpreis, einer Iron-Man-Figur, ebenfalls zufrieden.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
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Video

Jens Milde
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2205

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