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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Theater Fatale In Nordenham: Bei diesen Mädels flippt das Publikum aus

23.02.2019

Nordenham Am Ende hält es niemanden mehr auf seinem Sitz. Das Publikum flippt aus, als die Girls vom Paketdienst Wesermarsch Cancan tanzen. In den schwarz-roten Kleidern stecken Schorsch (René Maréchal), Manuel (Axel de Grave), Paul (Olaf de Grave) und Jan (Hans-Gerd Hansing). Vier Männer, die eine Travestie-Show vom Feinsten abliefern. Kostüme, Make-up, Mimik, Gestik und Bewegungsabläufe – hier stimmt alles. Nein, das ist kein Männer-in-Frauenkleidern-Klamauk. Das ist Kunst, das ist hart erarbeitet.

Als sich am Donnerstagabend der Vorhang zum Finale öffnet, brennt das Ensemble des Theaters Fatale ein Feuerwerk ab. Rund 100 Besucher im ausverkauften Güterschuppen klatschen, grölen, jubeln, werfen Unterwäsche auf die Bühne und weinen vor Vergnügen. Unfassbar, was die vier Männer in den vergangenen Wochen geleistet haben, um bei der Premiere von „Ganze Kerle“ den Güterschuppen zu rocken und das Publikum in Ekstase zu versetzen.

Die Komödie von Kerry Renard ist kein Theaterstück wie jedes andere. Manch eine Amateurbühne dürfte mit der Umsetzung überfordert sein, weil das Stück den Protagonisten alles abverlangt. Die ganzen Kerle haben wochenlang geackert. Die Illusion der Weiblichkeit gelingt ihnen perfekt, wird untermalt von mitreißender Musik. Ein herrlich komisches, kunstvolles Spektakel.

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Für die Geschichte vor dem atemberaubenden Finale lässt sich das Stück viel Zeit. Einschließlich zweier Pausen dauert die Komödie drei Stunden. Schorsch, Jan, Paul und Manuel wollen helfen, als sie erfahren, dass die Tochter ihres Chefs (Helge Schellstede) an einer Augenkrankheit leidet. Ihre Idee: Sie stellen eine Travestieshow auf die Beine, um mit dem Erlös die teure Operation in den USA zu bezahlen. Jans Mutter Elena (Ulrike Schumann) hilft ihnen dabei. Sie nimmt die anfangs noch recht ungelenken Herren unter ihre Fittiche. In der Lagerhalle des Paketdienstes Wesermarsch wird geprobt.

Vorher muss Ideengeber Manuel allerdings reichlich Überzeugungsarbeit leisten. Travestie – das ist für den trinkfreudigen Paul eine alberne „Schwulettenshow“. „Ich bin doch keine Tunte“ wettert Jan. Schorsch freundet sich dagegen schnell mit dem Gedanken an, obwohl seine ersten Gehversuche in Stöckelschuhen aussehen, als würde eine Giraffe auf dem Schwebebalken balancieren. Den anderen Jungs geht’s ähnlich. Mit schmerzverzerrten Minen zwängen sie sich in Pumps, nehmen sich gegenseitig auf die Schippe. Äpfel oder alte Socken? Was eignet sich besser, um den BH auszustopfen? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Paketboten. Und wie benutzt man eigentlich den Abdeckstift? „Dünn aufdragen und drocknen lassen“, empfiehlt der ewig sächselnde Manuel.

Die Geschichte mündet in einen berauschenden Schlussakt. Immer wieder mischen sich Zugabe-Rufe in den Applaus. Der verdiente Lohn für eine Teamleistung, an der auch die Mannschaft hinter den Kulissen großen Anteil hat.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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