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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Fatale lässt wieder die Gelder rauschen

23.02.2018

Nordenham Es geht wieder turbulent zu – so viel ist sicher. Regisseur Ulf Goerges verlangt von seinen Schauspielern, dass sie leiden. Also packt Axel der Grave seinen Schwager Olaf de Grave noch etwas härter am Kragen. Keine Angst: Zum Äußersten kommt es nicht. Schließlich müssen die Fatale-Darsteller noch eine Handvoll Proben absolvieren. Und anschließend stehen 14 Aufführungen im Güterschuppen auf dem Programm.

14 Aufführungen

Besetzung: Axel de Grave (Eric Swan), Olaf de Grave (Norman Bassett), Birgit Glückselig (Linda Swan), Susanne Seedorf (Sally Chessington), Elke Willhaus (Mrs. Cowper), Lynn Chiara Willhaus (Brenda Dixon), Rolf Wilkens (Onkel George), Hans-Gerd Hansing (Dr. Chapman), Helge Schellstede (Mr. Jenkins), Reinhard Koopmann (Mr. Forbright)

Hinter den Kulissen: Ulf Goerges (Regie), Sabine Müller und Birgit Blomenkamp (Souffleusen), Uschi Wilkens (Regieassistenz), Marlies Strauch und Renate Repert (Inspizienz), Rita Lüddecke (Kostüme), Christian Schmidt, Frank Repert und der inzwischen verstorbene Heiner Nordbruch (Bühnenbau), Vera Heinrich und Sabine Hartfil (Maske und Frisuren), Lukas Mendelsohn und Frank Meyer (Technik)

Termine: Insgesamt 14 Aufführungen sind geplant. Spielort ist der Güterschuppen von Theater Fatale an der Müllerstraße 1. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am Donnerstag, 1. März, Samstag, 3. März, Freitag, 9. März, Samstag, 10. März, Freitag, 16. März, Samstag, 17. März, Freitag, 6. April, Freitag, 13. April, Samstag, 14. April, Freitag, 20. April, Samstag, 21. April und Samstag, 28. April. Nachmittagsvorstellungen (Beginn: 17 Uhr) sind am Sonntag, 11. März, und am Sonntag, 22. April. Der Einlass beginnt jeweils eine Stunde vor Beginn der Aufführungen.

Tickets für die Vorstellungen gibt es zum Preis von 13 Euro im Vorverkauf in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz (Telefon   04731/93640).

„Und ewig rauschen die Gelder“ – so heißt das neue Stück der Fatalen. Am Donnerstag, 1. März, öffnet sich der Vorhang zur Premiere. Für die Fatalen ist das Stück eine Neuauflage. Vor 16 Jahren haben sie es schon einmal aufgeführt, damals im Abbehauser Dorfkrug. Die Zuschauer werden trotzdem etwas völlig Anderes zu sehen bekommen, verspricht Bühnenleiter Rolf Wilkens.

Das Stück aus der Feder von Michael Cooney ist eine Verwechslungs- und Verwandlungskomödie par excellence. Im Mittelpunkt steht Eric Swan (Axel de Grave), der es einfach nicht übers Herz bringt, seiner Frau zu gestehen, dass er seinen Job verloren hat. So sucht er nach anderen Lösungen, um seine Kosten zu decken: zum Beispiel den wöchentlichen Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten Untermieter. Und finanzielle Zuschüsse für diverse andere hilfsbedürftige Hausbewohner, die ihm so einfallen. Während Linda Swan (Birgit Glückselig) glaubt, ihr Mann Eric ginge jeden Morgen zur Arbeit, bringt dieser eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft ins Rollen. Von Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld bis zur Schulmilch lässt er nichts aus. Als aber eines Tages ein Außenprüfer vom Sozialamt vor der Tür steht, kommt der gute Eric ziemlich in die Bredouille und die Komödie entwickelt sich zu einer rasanten Achterbahnfahrt voller überraschender Wendungen.

Ulf Goerges beschreibt den Protagonisten als einen typischen Anti-Helden, der aber aus der Not handelt und deshalb auch sympathisch rüberkommt. Axel de Grave ist in der Rolle des Sozialschmarotzers, der ein mühsam aufgebautes Kartenhaus aus Lügen irgendwie zusammenhalten muss, natürlich besonders gefordert. Aber einen leichten Job hat niemand im Ensemble. Das Textbuch ist 155 Seiten dick. Fast 50 Proben sind schon absolviert. Die Spielzeit beträgt zwei Stunden netto. Ein längeres Stück hat es in der Geschichte des Theaters Fatale noch nie gegeben.

Ulf Goerges weiß, dass Komödien nur dann funktionieren, wenn die Konflikte darin ernst genommen werden. „Ansonsten rutscht das Ganze in Richtung Klamauk ab.“ Damit dass nicht passiert, müssen die Figuren leiden. „Je mehr sie leiden, desto mehr Spaß hat das Publikum.“

Zum elften Mal inszeniert der 61-Jährige ein Stück bei den Fatalen. Ulf Goerges hat einen großen Anteil am Erfolg der Fatalen, die die Messlatte für unterhaltsames Kleinstadt-Theater Jahr für Jahr ein Stückchen höher legen. Allein der Vorverkauf spricht dafür, dass die Erfolgsgeschichte des Nordenhamer Theatervereins weitergeht. Schon am ersten Verkaufstag gingen 160 Tickets bei Nordenham Marketing & Touristik über den Tresen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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