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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Wahnsinn, Verzweiflung und jede Menge Spaß

03.03.2018

Nordenham Irgendwann tanzt Eric Swan mit einem orangefarbenen Regenschirm durch die Wohnung. Die Gicht, die ihm gerade noch schmerzhaft in den Knochen steckte, hat sich wie von Zauberhand verflüchtigt. Zur Melodie von „Singin’ in the rain“ feiert der leidgeprüfte Anti-Held die abrupte Wunderheilung. Der Punkt, an dem die Verzweiflung in Wahnsinn umschlägt, ist jetzt endgültig erreicht. Onkel George liegt regungslos auf dem Sofa, Sally Chessington und Linda Swan fragen sich, ob der Kerl, der da singend übers Mobiliar hüpft, noch alle Tassen im Schrank hat, und das Publikum krümmt sich vor Lachen.

Ausverkauft

Ausverkaufte Premiere: Mehr als 100 Besucher im Güterschuppen sind Augenzeugen des Wahnsinns, den das Ensemble des Theaters Fatale am Donnerstagabend im Güterschuppen zelebriert. „Und ewig rauschen die Gelder“ heißt das neue Stück“. Michael Cooney hat es geschrieben. Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. Eric Swan hat seinen Job verloren. Seiner Frau will er das nicht beichten. Während sie zur Arbeit geht, erfindet er Krankheiten, Todesfälle und Kinder, um Sozialleistungen zu kassieren: Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter, Kranken-, Wohn- und Kindergeld. Gerade als ihn sein schlechtes Gewissen übermannt und er diese Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft stoppen will, klingelt der Außenprüfer des Sozialamtes an der Tür, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Team und Termine

Besetzung: Axel de Grave (Eric Swan), Olaf de Grave (Norman Bassett), Birgit Glückselig (Linda Swan), Susanne Seedorf (Sally Chessington), Elke Willhaus (Mrs. Cowper), Lynn Chiara Willhaus (Brenda Dixon), Rolf Wilkens (Onkel George), Hans-Gerd Hansing (Dr. Chapman), Helge Schellstede (Mr. Jenkins), Reinhard Koopmann (Mr. Forbright)

Hinter den Kulissen: Ulf Goerges (Regie), Sabine Müller und Birgit Blomenkamp (Souffleusen), Uschi Wilkens (Regieassistenz), Marlies Strauch und Renate Repert (Inspizienz), Rita Lüddecke (Kostüme), Christian Schmidt, Frank Repert und der inzwischen verstorbene Heiner Nordbruch (Bühnenbau), Vera Heinrich und Sabine Hartfil (Maske und Frisuren), Lukas Mendelsohn und Frank Meyer (Technik)

Termine: Nach der Premiere gibt es noch 13 Aufführungen. Spielort ist der Güterschuppen von Theater Fatale an der Müllerstraße 1. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am Samstag, 3. März, Freitag, 9. März (ausverkauft), Samstag, 10. März (ausverkauft), Freitag, 16. März, Samstag, 17. März, Freitag, 6. April, Freitag, 13. April, Samstag, 14. April, Freitag, 20. April, Samstag, 21. April und Samstag, 28. April. Nachmittagsvorstellungen (Beginn: 17 Uhr) sind am Sonntag, 11. März (ausverkauft), und am Sonntag, 22. April. Der Einlass beginnt jeweils eine Stunde vor Beginn der Aufführungen.

Tickets für die Vorstellungen gibt es zum Preis von 13 Euro im Vorverkauf in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz (Telefon   04731/93640).

An diesem Punkt setzt die Handlung ein, die keine Anlaufzeit braucht, um Fahrt aufzunehmen. Nicht nur Eric selbst, sondern auch Norman Basset, der von den Tricksereien seines Vermieters gar nichts wusste, und Onkel George müssen in andere Rollen schlüpfen, damit das Kartenhaus aus Lügen nicht zusammenbricht, das der Hausherr aufgetürmt hat. Und so entwickelt sich die Farce von Michael Cooney zu einem Verwirrspiel allererster Güte. Warum kann der angeblich taube Norman plötzlich telefonieren? Was hat es mit all den Stützstrümpfen, Korsetts, Umstandskleidern und Büstenhaltern auf sich, die Linda Swan gemeinsam mit dem Eheberater Dr. Chapman aus dem Karton zieht? Warum können scheinbar Tote plötzlich putzmunter durch die Wohnung rennen? Was für ein Chaos. Und mittendrin taumelt der verzweifelte Sozialbetrüger von einer Verlegenheit in die nächste.

Glanzvolle Leistung

In diesem heillosen Durcheinander den Überblick zu behalten, ist eine echte Herausforderung für das Publikum. Aber keine Angst: Der Spaß bleibt dabei nicht auf der Strecke. Im Gegenteil. Die Farce von Michael Cooney ist ein zweistündiges Pointenfeuerwerk. Das Ensemble liefert unter der Regie von Ulf Goerges bis in die kleinsten Nebenrollen eine glanzvolle Leistung ab und bereitet den Zuschauern pures Vergnügen. Völlig zu Recht erhebt sich das Premieren-Publikum nach dem zweistündigen Komödien-Spektakel von den Sitzen und belohnt die Darsteller mit dem verdienten Applaus.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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