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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Nur wenige Händler beim Mittelaltermarkt

19.04.2016

Bardenfleth Seine Eisen hatte Johannes Lohmann bereits an der heimischen Esse in Ollenermoor geschmiedet, solange sie heiß waren. Am Sonnabend und Sonntag hatte Lohmann, besser bekannt als „Hannes, der Schmied“, beim mittelalterlichen Markt vor dem Moorriemer Landcafé auch keine mobile Esse dabei, dennoch ließ an seinem Stand die reiche Palette an geschmiedeter Handwerkskunst auf ein Hobby aus Leidenschaft schließen.

„Hannes“, der das alte Schmiedehandwerk niemals professionell gelernt hat, ist sich aber ganz sicher, dass er in einem früheren Leben (vielleicht im Mittelalter?) schon das Schmiedehandwerk praktizierte.

Vielleicht hat er in diesem Leben bereits eine Schandmaske für einen armen Delinquenten geschmiedet und bis in die heutige Zeit hinübergerettet. Ähnliche Objekte wie die Schandmaske mit den Eselsohren seien auch im Mittelalterlichen Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber zu sehen, weiß „Hannes, der Schmied“.

Ein Käufer für die Schandmaske fand sich zwar nicht, aber Schmiedekunst wie Messer und Skalpelle, Stiefelknecht, Speer- und Pfeilspitzen oder eine Türglocke aus Messing, die an einem geschmiedeten Notenschlüssel hängt, stießen bei den Besuchern in Bardenfleth auf Interesse.

Außer dem Schmiedestand hatte sich vor dem Landcafé ein Paar aus Varel mit naturgefärbter Wolle und handgearbeitetem Schmuck etabliert, ein dritter Handwerkerstand war im Landcafé aufgebaut.

Für einen Handwerkermarkt ein bisschen wenig, befanden die Besucher. Und da es auch keinen Stand mit Gerstengrütze und Honigmet gibt, verließen sich die Gäste auf die zeitlose Qualität der Landcafékuchen und -torten.