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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bakelit-Sonderausstellung läuft bis zum 7. Oktober

15.06.2018

Ovelgönne Im Handwerksmuseum Ovelgönne, Nebengebäude, ist jetzt die Ausstellung „Bakelit, erster Kunststoff unseres modernen Zeitalters“ eröffnet worden. Die Sammlung stammt von dem Nordenhamer Heinrich Gröne. Uwe Karger, Vorstandsmitglied des Heimat- und Kulturvereins Ovelgönne hieß die Gäste willkommen. Der stellvertretende Ovelgönner Bürgermeister Alfred Schäftlein (SPD) sprach die überregionale Bedeutung von diesem Kleinod-Museum an.

Der Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfahrt (SPD) verwies auf die reiche Kultur- und Museumslandschaft Wesermarsch: „Über die Gemeindegrenzen hinweg werden Exponate ausgestellt.“ Museumsleiterin Susanne Schlechter ist erfreut, dass Heinrich Gröne aus seinem Privatmuseum 80 Einzelprojekte zur Verfügung gestellt hat. Der Nordenhamer, 1939 geboren, hatte schon vor geraumer Zeit hier im Museum mit einer Puppenherd-Ausstellung einen großen Freundeskreis inspiriert.

Seine begeisternde Sammelleidenschaft von Alltagsgegenständen entfaltete er seit 1970 zusammen mit seinem Sohn Jürgen, der bei der Eröffnung, ebenso wie Heinrichs Gröne Frau, Betty, dabei waren.

Bakelit wurde 1907 erfunden, und war der allererste Kunststoff aus der Chemie. Er war frei formbar und leitete nicht, somit eine kleine bahnbrechende Revolution für die Herstellung allerlei Gegenstände für den täglichen Bedarf. Er bestand faktisch aus Abfall, genauer aus Phenol, einem Stoff der in großen Mengen abfiel, wenn aus Kohle das damals gebräuchliche Stadtgas gewonnen wurde. Gemischt mit Formaldehyd entstand ein preiswerter und leicht zu verarbeitender Kunststoff. Daraus entstand der Volksempfänger in den 20er Jahren. Nicht wegzudenken das Geschirr, Schüsseln, Föhns und das formschöne schwarze Telefon mit Wählscheibe. Den älteren Besuchern ist der Fidibus ein Begriff, das ist ein gefalteter Papierstreifen, der zum Anzünden von Feuer dient. Der elektrische Fidibus entstand dann aus Bakelit. Der wurde in eine Steckdose gesteckt. Mit den erhitzten Glühdrähten konnte man dann Papier anzünden und man ersparte sich die Streichhölzer.

Im Nachhinein wurden aber auch Nachteile sichtbar, man konnte den Bakelit nicht für die Wiederverwendung einschmelzen.

Die Sonderausstellung im Handwerksmuseum kann man noch bis zum 7. Oktober, jeweils am Sonntag von 14 Uhr bis 18 Uhr besuchen. Besuche werktags und Führungen sind jederzeit unter
Telefon  04401/81955 vereinbar.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2304
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