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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Lieder zur Völkerverständigung

06.08.2018

Ovelgönne Seit Mitte der 1960er-Jahre steht Sibylle Kynast auf der Bühne. Sie begann ihre Karriere als Sängerin der ersten Folkore-Gruppe Deutschlands, den „City Preachers“, neben bekannten Musikern wie Alexandra, Inga Rumpf und Udo Lindenberg. An diesem Samstag, 11. August, gastiert sie um 19.30 Uhr auf Einladung der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle im Gasthof „Zum König von Griechenland“ in Ovelgönne, Breite Straße 20.

Die „City Preachers“ waren ein Kristallisationspunkt für einen musikalischen Aufbruch der jungen Generation. So hatten sie von 1965 bis 1971 als Gruppe und danach durch die Einzelkarrieren eine besondere Bedeutung für die Musikszene in ganz Deutschland. Ehemalige Bandmitglieder wie Inga Rumpf, Udo Lindenberg und Sibylle Kynast belegen dies in ihrer musikalischen Weiterentwicklung. Die 1969 verstorbene Sängerin Alexandra („Zigeunerjunge“) bleibt ebenfalls unvergessen.

Kynast war Gründungsmitglied der „City Preachers“. Die Gruppe gibt es zwar schon lange nicht mehr, aber ihr Einfluss bleibt bedeutend.

Durch ihre aktuellen Lieder aus unterschiedlichsten Kulturen und Religionen auf ihrer CD „Lomir sich iberbetn – Lass uns versöhnen“ vermittelt Kynast die Botschaft einer weltumspannenden Verbundenheit und baut so Brücken für ein musikalisches Miteinander und einen interreligiösen Dialog. Das jiddische Lied „Papirosn“ war im November 2017 auf Platz acht der „Deutschen Liederbestenliste“ platziert.

Die 73-Jährige bereist viele Länder, um musikalische Einflüsse zu sammeln und sie zu verarbeiten.

Über ihre Lieder zur Völkerverständigung sagt sie: „Mein Repertoire ist inspiriert von folkloristischen Klängen und Gesängen, es sind Lieder aus Deutschland, Israel, Spanien, Griechenland, Lateinamerika, Osteuropa und Lieder der Roma.“ Begleitet wird sie von Horst Memmen (Gitarre), Paul Rudolf (Kontrabass) und dem rumänischen Geiger Sorin Ferat.

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