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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Orgeln In Ovelgönne: Prachtvoller Klang unter Sternen

29.02.2020

Ovelgönne Vier Kirchen, vier Instrumente: In der Gemeinde Ovelgönne kann man einiges über die Geschichte des Orgelbaus lernen.

Natalia Gvozdkova, Orgelsachverstände und Kantorin aus Berne, macht schnell deutlich, in welcher Kirche der größte Schatz der Gemeinde schlummert: In der Christuskirche in Oldenbrok steht unter einem mit Sternen bemalten Holzgewölbe eine Orgel, bei der die Expertin ins Schwärmen gerät. „Sie hat einen majestätischen, prachtvollen Klang. Und trotz der Umbauten ist viel von der alten Substanz erhalten. Die Orgel bringt viel Potenzial mit“, sagt sie. Besonders angetan hat es ihr das Flöten-Register. „Strahlend und präzise. Schon allein wegen dieses Registers lohnt sich die Restaurierung“, sagt sie. Und spricht damit einen wichtigen Punkt an. Denn das Instrument, zuletzt umfassend restauriert durch den Wilhelmshavener Orgelbauer Alfred Führer im Jahr 1966, muss instand gesetzt werden. „Dann sollte man die Gelegenheit nutzen und die Orgel wieder näher an ihren Originalzustand zurückversetzen“, schlägt Natalia Gvozdkova vor. „Es sind vermutlich sogar noch alte Pfeifen vorhanden. Das muss noch genau geprüft werden“, erklärt sie.

Errichtet wurde die Oldenbroker Orgel im Jahr 1754 von Johann Hinrich Klapmeyer – nachdem eine Arp Schnitger-Orgel von 1697 in der Kirche abgebaut und nach Atens verkauft worden war. 1908 wurde die Klapmeyer-Orgel von Johann Martin Schmid umgebaut.

Unter einem gemalten Sternenhimmel steht auch die Orgel in Strückhausen. Und ebenso wie in Oldenbrok gab es in der St.-Johannis-Kirche ein Instrument des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger. 1914 wurde es durch einen Neubau durch Johann Martin Schmid ersetzt. Im Jahr 1968 baute dann die Firma Werner Bosch aus Kassel die Orgel, die auch heute in der Kirche erklingt. „Das alte Gehäuse von Schnitger ist noch erhalten, möglicherweise stammen auch zwei Register noch von ihm“, erklärt Natalia Gvozdkova. „Die Orgel ist für ihre Zeit gut gemacht, allerdings passt der Klang nicht zum historischen Äußeren“, findet sie.

In der St.-Martins-Kirche in Ovelgönne steht man dagegen gleich vor einer modernen Orgel – innen und außen. Eine Besonderheit ist, dass das Ins-trument vorn im Gotteshaus steht. Gebaut wurde die jetzige Orgel im Jahr 1955 von der Wilhelmshavener Firma Führer, einige Pfeifen wurden aus der Vorgängerorgel von 1857 übernommen.

In strahlendem Weiß steht die Orgel in der St.-Anna-Kirche in Großenmeer da. Sie wurde 1876 vom Orgelbauer Johann Claussen Schmid gebaut. Seitdem wurde sie mehrmals überholt und gereinigt. Sie ist in keinem guten Zustand, ein Angebot für eine Restaurierung wurde bereits 2011 eingeholt.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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