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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Plattdeutsche Woche: Platt schnacken unterm blauen Schirm

14.10.2015

Nordenham Kaum hatten die Plattschnacker ihre blauen NWZ -Schirme aufgespannt, bildete sich eine Menschentraube. „Kumm ünner mien Schirm“ und „Ik snack Platt mit di“ stand auf den Schirmen zu lesen. Die Besucher auf dem Nordenhamer Wochenmarkt ließen sich nicht zweimal bitten und nahmen die Einladung an.

Bevor die Plattschnacker am Dienstagmorgen loslegten, eröffneten Landrat Thomas Brückmann, der Plattdeutsch-Beauftragte des Landkreises Wesermarsch, Hans Meinen, und Tina Wulf, Geschäftsführerin von Brake Tourismus & Marketing, die Plattdeutsche Woche. Wie die NWZ  berichtete, finden bis einschließlich Sonntag in Nordenham, Brake und Berne zahlreiche Veranstaltungen statt, bei denen Platt gesprochen wird: Konzerte, Lesungen, Vorträge und vieles mehr.

Für Hans Meinen ist es ein großes Anliegen, die plattdeutsche Sprache zurück in den Alltag zu holen. „Wenn die Sprache verloren geht, dann geht auch ein Stück Kultur verloren“, sagte er. So weit will er es nicht kommen lassen. Thomas Brückmann, der Schirmherr des Veranstaltungsreigens, will ebenfalls seinen Beitrag dazu leisten. Er freut sich, dass an einigen Schulen Plattdeutsch im Unterricht angeboten wird. Als Beispiel dafür, wie die Sprache am Leben gehalten werden kann, nannte er auch einen plattdeutschen Bandwettbewerb, der von der Oldenburgischen Landschaft veranstaltet wird.

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Der Landrat macht aber kein Geheimnis daraus, dass ihm das Plattschnacken selbst nicht so leicht fällt. „Da muss man schon eine Hürde überwinden. Man hat Angst, dass man nicht gut verstanden wird oder das falsche Wort benutzt.“ Thomas Brückmann ist in Seefelderaußendeich aufgewachsen. „Im Elternhaus wurde kein Platt gesprochen. Das war damals verpönt. Aber im Friseursalon der Eltern wurde mit den Kunden fast nur Platt geschnackt.“ Der Landrat erzählte, dass er ein großer Fan von Ina Müller ist. Das Lied „Lockiget Hoor“ (im englischen Original „Knockin’ On Heaven’s Door“ gefalle ihm besonders gut.

Neben Thomas Brückmann gehörten Bürgermeister Hans Francksen, Hans Wohlkopf, Kurt Winterboer und Hans Meinen zu den Plattschnackern, die die Wochenmarkt-Besucher zum Gespräch einluden. Hans Francksen hat in seiner Kindheit ähnliche Erfahrungen gemacht wie der Landrat. In der Familie wurde selten Platt gesprochen, aber im Geschäft der Eltern sei das gang und gäbe gewesen. „In meiner Kindheit war es uncool, Platt zu sprechen. Ich bin selbst erst durch den Friesensport so richtig zum Platt gekommen“, verriet der Bürgermeister.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Eine rogrammübersicht zur lattdeutschen Woche unter   www.nwzonline.de/platt-woche 
Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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