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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kulturverein: Publikum schmettert textsicher mit

29.06.2015

Elsfleth Egal, wie laut das Publikum Martha Pfaffen-eder und ihren Pianisten Krysztof Szachnowski beim „Schlagerrausch“ den ganzen Abend gesanglich unterstützte: „Das Eintrittsgeld gibt es trotzdem nicht zurück“, scherzte Renate Detje nach deren gelungenem Auftritt im ausverkauften Heye-Saal. Die Vorsitzende des Elsflether Kulturvereins freute sich nicht nur, dass sie die österreichische Künstlerin nach fünf Jahren wieder begrüßen konnte, sondern teilte sich im zweiten Teil des stimmungsvollen Programms beim „Ciao Ciao Bambina“ sogar das Mikrofon mit ihr.

Bevor es unter dem Motto „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ musikalisch in die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders ging, nahmen Martha Pfaffeneder und Krysztof Szachnowski das Publikum mit in die 20er, 30er und 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Dabei ging es in den Evergreens, dessen Refrains zumeist textsicher mitgeschmettert wurden, durch die Höhen und Tiefen der Liebe. Dazu gab es amüsante Geschichten über die Interpreten.

Den Auftakt machten zwei Gassenhauer der Comedian Harmonists, die den Höhepunkt ihrer Karriere 1931 bis 1933 feierten. Die Hälfte der sechs Mitglieder hatte jüdische Wurzeln, so dass die „erste Boygroup der Welt“ 1935 verboten wurde, erklärte Pfaffeneder. Nach „Veronika der Lenz ist da“ oder „Wo-chenend und Sonnenschein“ ging es mit der Frage „Kann denn Liebe Sünde sein?“ weiter. Zarah Leander, mit 1,77 Meter groß für die damalige Zeit, rothaarig und vor allen Dingen nicht deutsch, hatte es Göbbels angetan, erzählte Pfaffeneder. Doch die Diva verstand es, den Minister des NS-Regimes mutig und schlagfertig abblitzen zu lassen.

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Lieder von Hans Albers, Marlene Dietrich und Heinz Rühmann durften an dem Abend ebenfalls nicht fehlen.

Statt mit Glitzerkleid und Federboa, ging es nach der Pause farbenfroh mit Sonnenbrille und großem Hut im Stil der 50er, 60er und 70er Jahre weiter. Und neben der Liebe fand das Reisen nach Italien, Spanien, Frankreich oder Griechenland seinen Platz in den Liedtexten, mit denen Martha Pfaffeneder ihr Publikum begeisterte. Manuelas Hit „Schuld war nur der Bossa Nova“ von 1963 sang das Publikum ebenso mit wie die „Caprifischer“ von Rudi Schuricke oder den träumenden Seemann von Lolita.

Bei einem musikalischen Ausflug nach Kufstein bewies Martha Pfaffeneder, dass sie als Österreicherin auch jodeln kann. Und mit „Merci“ oder „Griechischer Wein“ würdigte sie ihren vor kurzem verstorbenen Landsmann Udo Jürgens.

Stehende Ovationen gab es für Martha Pfaffeneder und ihren Begleiter nach „Moskau“, dem letzten offiziellen Lied. Ohne Zugaben wurde das Duo aber natürlich nicht von der Bühne gelassen.

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