• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Querfeldein durch das weite Feld der Klarinettenmusik

04.03.2017

Nordenham „Ein wirklich sehr schönes Klarinettenspiel“, „Ein bunter Querschnitt durch die Musikgeschichte“ und „Einfach klasse“: Das sagten am Donnerstagabend Besucher nach dem Klarinettenkonzert des Bläsertrios Schmuck, zu dem die Nordenhamer Goethe-Gesellschaft in die Aula des Gymnasiums eingeladen hatte. Knapp anderthalb Stunden präsentierten die preisgekrönten Musiker Sayaka und Yumi Schmuck sowie Sebastian Pigorsch ihrem Publikum eine eher außergewöhnliche, aber umso beeindruckendere Kombination von Klarinetten- und Bassetthornmusik beziehungsweise von Klarinette und Bassklarinette.

Klarinettentrios sind besonders in der modernen Musik eher unüblich. Das Bassetthorn ist ein größeres Blasinstrument aus der Klarinettenfamilie, das ab 1760 gebaut wurde, in der tieferen Tenorlage gestimmt ist und später von der Bassklarinette wieder verdrängt wurde, erklärte Sayaka Schmuck den knapp 90 Zuhörern, darunter einige Schüler aus der Bläserklasse des Gymnasiums.

Los geht’s mit Mozart

Los ging es am Donnerstag mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, der ein besonderes Faible für das Bassetthorn mit seinem weichen, dunklen und mischfähigen Klang hatte. Die Ouvertüre mit ihren symbolträchtigen drei Akkorden zu Beginn sowie Arien aus der Oper „Die Zauberflöte“ wie „Das Bildnis ist bezaubernd schön“ und „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ – kunstvoll von Joachim Klemm für zwei Klarinetten und das Bassetthorn arrangiert und ausdrucksstark von dem Trio gespielt –, hatten für das Publikum einen hohen Wiedererkennungswert. Analog verhielt es sich mit dem Duett „Reich mir die Hand mein Leben“ aus Mozarts Oper Don Giovanni und dem Arietta Nr. 12 aus „Die Hochzeit des Figaro“. Abgerundet wurde der erste Konzertteil durch Antonin Dvoráks „Slavische Tänze“ Op. 46, Nr. 1 und Op. 72, Nr. 2, die seit ihrer Uraufführung immer wieder begeistern und ebenfalls von Joachim Klemm arrangiert wurden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Tango und Ragtime

Weniger klassisch ging es nach der Pause zu. Das harmonierende Bläsertrio präsentierte mit Bassklarinette statt Bassethorn und der Musik der Moderne die enorme Vielseitigkeit des Klarinetteneinsatzes. Zuerst war Astor Piazzollas „Histoire“ du Tango“ zu hören aus dem der fröhliche Satz „Nightclub 1960“. Der argentinische Komponist gilt als Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino und schaffte es, den Tango der Bordelle und Tanzlokale Argentiniens gesellschaftsfähig zu machen und ihn in die Konzertsäle Europas und Amerikas zu bringen.

In Claude Debussys „Little Negro“, einem Stück des amerikanischen Ragtimes, zeigten sich dann die frühen Jazzelemente, ein Terrain, auf dem die Klarinettenmusik ebenfalls wunderbare Einsatzmöglichkeiten findet. Noch jazziger wurde es in „Take Five“ von Paul Desmond, das trotz des ungewöhnlichen 5/4-Taktes herrlich swingte. Kompositionen von Turner Layton/Benny Goodman, Zequinha de Abreu und Irving Berlin rundeten das Programm ab.

Nachdem das Publikum lange applaudiert hatte, durfte es sich bei der Zugabe zwischen Klezmer und Johann Sebastian Bach entscheiden. Weil kein klares Abstimmungsergebnis zustande kam, war das Trio noch zweimal gefragt. Die mitunter fast singende oder jauchzende Klarinette ist aus der überwiegend instrumentalen Klezmermusik nicht wegzudenken. Das Arioso aus der Bachkantate „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ (BWV 156) bildete den Abschluss des schönen Konzertabends.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.