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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Premiere: Rasant und vergnüglich bis zum Finale

10.04.2010

NORDENHAM Wenn Inge Hoppe alias Harriet mit den Augen zwinkert und sich mit geschickten Fingern dorthin vorarbeitet, wo es ihre Liebhaber besonders gern haben, sind die Männer hoffnungslos verloren. Sie weiß, welche Knöpfe sie drücken muss, um sich ihre tölpelhaften Bettgesellen gefügig zu machen. Gordon (Harri Kühn) und Alec (Rolf Wilkens) finanzieren ihr – ohne voneinander zu wissen – einen ansprechenden Lebensstandard. Regelmäßig zieht sie ihnen das Geld aus der Tasche mit dem Hinweis auf eine Mutter, die ihr eigenes Budget arg belastet. Mal wühlt sie sich mit dem einen, mal mit dem anderen durch die Bettwäsche. Und während die Ehemänner bei ihren eigenen Frauen das Haushaltsgeld kürzen, wird bei Harriet regelmäßig aufgestockt. Die Frau als durchtriebenes Luder zu bezeichnen, wäre eine maßlose Untertreibung.

Harriet steht im Mittelpunkt der Komödie „Ein Schlüssel für Zwei“, mit der der Verein Theater Fatale am Donnerstagabend Premiere feiert. Hundert Besucher erleben im ausverkauften Güterschuppen ein Stück, das zum Besten in der zehnjährigen Geschichte der Laienbühne gehört. Zwei Stunden großartige Unterhaltung, köstliche Wortspiele, Action, tolle Ideen und Pointen am laufenden Band bekommt das Publikum geboten. Und außerdem ein Ensemble, das sich selbst übertrifft. Die schauspielerische Leistung ist so überzeugend, dass es selbst dem missmutigsten Theaterkritiker schwer fallen dürfte, ein Haar in der Suppe zu finden.

Hilft die Freundin?

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Die Geschichte nimmt mächtig Fahrt auf, als das passiert, was Harriet bislang durch einen ausgeklügelten Wochenplan zu verhindern wusste: Alec und Gordon sind gemeinsam in der Wohnung. Zum Glück ist auch Freundin Anne (Birgit Glückselig) zu Besuch. Kann sie dem intriganten Weibsstück aus der Patsche helfen?

Sie kann. Und sie findet großen Gefallen an dem Verwirrspiel. Herrlich, wie Harriet kurzzeitige Schockzustände überwindet und mit einer neuen hanebüchenen Geschichte die Situation zu retten versucht. Immer höher baut sie ihr Lügengebilde auf. Bis es so sicher dasteht wie ein Kartenhaus in der Kinderkrippe. Als schließlich Annes Ehemann (Olaf de Grave), der besoffene Tierarzt aus Neuseeland, und die beiden betrogenen Ehefrauen (Bianca de Grave und Christine Pape) auftauchen, ist das Chaos perfekt, und die Handlung steuert in rasantem Tempo ihrem furiosen Finale entgegen, ohne jemals über die Klamaukgrenze abzudriften.

Frenetischer Beifall

Mit leichter Hand hat der Oldenburger Regisseur Ulf Goerges die Komödie von John Chapman und Dave Freeman inszeniert. Und nach zwei Stunden stellen sich viele Besucher die Paulchen-Panther-Frage: „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ Das Ensemble wird völlig zu Recht mit Beifall überschüttet. Und es gibt seinen Zuschauern Denksportaufgaben mit auf den Heimweg. Sind Männer wirklich so simpel gestrickt wie die beiden trottelig-triebhaften Möchtegern-Casanovas? Sind Frauen wirklich so böse und berechnend wie das frivole Flittchen in dem Stück? Steckt hinter all den herrlich überzeichneten Charakteren ein Fünkchen Wahrheit? Wer sich im ewigen Kampf der Geschlechter fortbilden und dabei einen vergnüglichen Abend verbringen möchte, dem sei die fatale Komödie wärmstens ans Herz gelegt.

sorgten viele fleißige Hände für eine gelungene Premiere: Jörg Elzener (Bühnenbau), Sabine Hartfil, Kyra Hartfil und Vera Heinrich (Frisuren), Martina Jantzen (Saalchefin), Dorothee Klemd (Maske), Rainer Kok (Saalchef), Susanne Kok (Bühnenbau), Sabine Lindemann (Bühnenbild), Rita Lüddecke (Kostüme), René Maréchal (Technik), Sabine Müller (Souffleuse), Laura Nobel (Maske), Frank Repert (Bühnenbau), Gudrun Repert (Kasse), Renate Repert (Requisite), Birgit Schipper (Kostüme), Martina Seggermann (Kasse), Marlies Strauch (Requisite) und Uschi Wilkens (Regieassistenz).

ist das Stück noch zwölfmal im Güterschuppen zu sehen. Abendvorstellungen (Beginn 20 Uhr) sind am Sonnabend, 10. April (ausverkauft), Donnerstag, 15. April, Freitag, 16. April, Sonnabend, 17. April, Donnerstag, 22. April, Freitag, 23. April, Sonnabend, 24. April, Donnerstag, 29. April, Freitag, 30. April, und Sonnabend, 1. Mai. Nachmittagsvorstellungen (Beginn: 15 Uhr) sind am Sonntag, 11. und 18. April.

für die Aufführungen gibt es im Vorverkauf bei NMT (Telefon  93640) am Marktplatz.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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