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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Weihnachtsfilme – wie eine Wärmflasche für die Seele

24.12.2018

Alljährlich bescheren die Fernsehsender ihrem Publikum während der Festtage ein buntes Potpourri an Weihnachtsfilmen. Und da hat jeder natürlich so seine Favoriten. Für die einen sind es Klassiker wie die Verfilmung von Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte, die es in verschiedenen Versionen gibt. Für die anderen sind es Streifen wie „Stirb langsam“ mit Bruce Willis, bei denen besinnliche Weihnachtsstimmung eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Immerhin erklingt am Ende ein fröhliches „Let it snow“. Unter den Filmen, die bevorzugt an den Festtagen auf der Mattscheibe flimmern, haben natürlich auch die Nordenhamer NWZ-Redakteure ihre ganz persönlichen Lieblinge. Leider laufen sie nicht alle während der bevorstehenden Festtagen, und einige von ihnen sind auch nicht für jeden empfangbar.

Jens Milde: Der Weihnachtsfilm schlechthin ist für mich „Ist das Leben nicht schön“ mit James Stewart in der Hauptrolle.   Er spielt George Bailey den Geschäftsführer einer Bausparkasse – ein herzensguter Mensch, dem das Schicksal so übel mitspielt, dass er beschließt, sich das Leben zu nehmen. Es wäre besser, er wäre nie geboren worden, sagt George. Doch dann kommt ein Engel namens Clarence ins Spiel, der dem verzweifelten Mann zeigt, wie das Leben ohne ihn verlaufen wäre.

Trotz einer ausgeprägten Kitsch-Allergie ist dieser Schwarz-Weiß-Film für mich wie eine Wärmflasche für die Seele. Ich habe sogar das dazugehörige Filmplakat bei mir im Wohnzimmer. Immer, wenn ich den Film sehe, kommen Kindheitserinnerungen hoch. Bei uns zu Hause gehörten George und Clarence früher zu Weihnachten wie die Bescherung zum Heiligabend.

„Ist das Leben nicht schön“ läuft am 24. Dezember ab 23 Uhr auf Servus TV und einen Tag später ab 10.50 Uhr auf demselben Sender. 

Merle Ullrich: Kein Weihnachten ohne den Film „Der kleine Lord“, mit Sir Alec Guinness und Ricky Schroder: Cedric wächst bei seiner Mutter in New York auf, bis er erfährt, dass er der Enkel des britischen Earls of Dorincourt ist. Nach dem Tod seiner Söhne holt der Earl seinen Enkel zu sich. Seine amerikanische Mutter duldet der versnobte Adelige jedoch nicht. Schnell erobert der Junge das Herz des griesgrämigen Alten. Dann taucht eine Frau auf, die behauptet, ihr Sohn sei der rechtmäßige Erbe.

Zwar gab es Jahre, in denen ich genervt mit den Augen rollte, wenn mein Vater den Weihnachtsklassiker einschaltete, doch inzwischen kann ich den Film fast mitsprechen. Wer ihn gestern in der ARD verpasst hat, hat heute um 15 Uhr im SRF 1 noch einmal Gelegenheit. Denn „besser spät als nie! Wo hab ich das noch kürzlich gehört?“

Henning Bielefeld: Einen echten Lieblingsfilm zu Weihnachten habe ich nicht, zumal ich mir das Fernsehen so gut wie abgewöhnt habe. Aber es gibt eine weihnachtliche Kriminalkomödie aus dem Jahr 1955, die ich mir an den Festtagen gern mal wieder ansehen würde: „Wir sind keine Engel“ von Michael Curtiz.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Knastologen, die wahrlich keine Engel sind: Humphrey Bogart, Peter Ustinov und Aldo Ray. Sie sind auf der Teufelsinsel in Französisch Guayana eingebuchtet, und kurz vor dem Fest – wir schreiben das Jahr 1895 – gelingt ihnen die Flucht. Dummerweise steht das auserkorene Fluchtschiff unter Quarantäne, und so tauchen die drei Gangster bei einer Familie unter, die mitten in den Weihnachtsvorbereitungen steckt. Gefährlich für die Familie? Nein, im trauten Heim geht‘s krimineller zu als bei Bogie und Co., und deshalb müssen die drei Herren etwas aufräumen, wobei ihnen Adolf, die kleine, bunte Giftschlange von Aldo Ray, hilft. Am Ende kehren sie freiwillig in das Gefängnis zurück – und über ihren Köpfen bilden sich Heiligenscheine.

Wir lernen: Weihnachten ist so viel mehr als ein Fest des schönen Scheins.

Detlef Glückselig: Mein absoluter Lieblingsfilm ist „Local Hero“, und ich finde, er passt ganz wunderbar auch in die Weihnachtszeit. Die Programmchefs der Fernsehsender finden das offenbar nicht. Jedenfalls läuft der Film zu Weihnachten und auch ansonsten selten bis nie im Fernsehen. Zum Glück habe ich ihn auf DVD.

In „Local Hero“ geht es um den Angestellten einer texanischen Ölfirma – Porschefahrer, Großstadtmensch und ein klein wenig unbeholfen –, der von seinem Boss nach Schottland geschickt wird. Er hat den Auftrag, dort eine komplette Bucht zu kaufen, in der eine riesige Ölraffinerie gebaut werden soll. Er findet einen traumhaften Flecken Erde vor, verliebt sich in die Landschaft und in die Menschen mit ihrem bodenständigen Charme.

„Local Hero“ wird in schönen Bildern unaufdringlich, warmherzig und mit feinem Humor erzählt. Dazu gibt es tolle Musik von Mark Knopfler. Ich liebe den Film auch deshalb, weil er nicht moralisiert, sondern unterschiedliche Lebensentwürfe zulässt und Toleranz propagiert.

Sendetermin zu Weihnachten? Leider siehe oben.  

Horst Lohe: Ich empfehle die US-amerikanische Komödie „Matilda“ aus dem Jahr 1996 von Hollywoodstar Danny De Vito nach der Buchvorlage von Roald Dahl.

Die hochbegabte Matilda (Mara Wilson) hat es nicht leicht: Ihre Eltern sind egoistisch und ziemlich dümmlich. Der schmierige Gebrauchtwagenhändler Harry Wurmwald und die aufgetakelte Bingospielerin Zinnia sind mehr mit sich und dem Fernseher beschäftigt. Sie merken nicht, dass Matilda ein Genie ist – mit übersinnlichen Fähigkeiten. Matilda muss sich zudem mit ihrer strengen Schulleiterin herumschlagen. Bald steht nicht nur die Schule Kopf.

„Matilda“ ist beste Unterhaltung für ältere Kinder und Erwachsene. Obwohl etwas abgedreht, macht diese herzerfrischende Komödie auch Mut, sich Widrigkeiten des Lebens zu stellen.

Zu sehen ist die Komödie „Matilda“ am 1. Weihnachtstag ab 16.40 Uhr und am 2. Weihnachtstag ab 9.40 Uhr jeweils auf RTL II.

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