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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Berne Bringt: Reizvolle Gegensätze von Strawinsky und Mozart

17.09.2016

Warfleth „Berne bringt ...“, die Konzertreihe der Gemeinde Berne, lädt an diesem Sonntag mit dem Konzert „Kontraste“ in der Warflether Kirche, Deichstraße 120, dazu ein, den Gegensätzen zwischen jungem und altem Strawinsky nachzuspüren, ihnen und den Kontrasten zwischen Strawinsky einer- und Mozart andererseits. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.

Seit 1920 habe Strawinsky sich als Komponist permanent zurückentwickelt, behaupten Lästermäuler. Da mag etwas dran sein, denn je älter er wurde, umso förmlicher, um so klassischer gerieten seine Werke. Das beinhaltet noch kein Werturteil. Aber vor 1920 ging Strawinsky deutlich unbefangener und origineller zur Sache, frecher und spannender. Besonders mit seiner Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ war ihm ein epochaler Wurf gelungen, mit fetziger Rhythmik, ungewohnter Klanglichkeit, feurig und schräg.

Auch das darauf folgende „kleine“ Ballett „L’ Histoire du soldat“ („Die Geschichte vom Soldaten“, 1917/1919) zählt noch zur „russischen Periode“ Strawinskys und gehört damit in seine unstreitig genialste Schaffensphase. Im „Soldaten“ tönt es nach Tango und Jazz, der heimwärts wandernde Soldat gibt den tumben Marschrhythmus vor, die umworbene Prinzessin hört gerne Walzer, und wenn der Teufel sich ärgert, stampft das Klavier und Geige und Klarinette jaulen abwechselnd im Rag. Wie anders daneben seine Violinsonate „Duo concertant“ fünfzehn Jahre später: klassisch gesetzt, gibt sie sich formvollendet um herb-strenge Schönheit bemüht und klingt dabei vielleicht etwas zärtlich fragil, jedenfalls aber kein bisschen schräg mehr.

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Im Konzert am Sonntag begegnen nun Violinsonaten von Mozart (B-Dur) und Strawinsky einander ebenso reizvoll reibend wie Mozarts Klarinettentrio „Kegelstatt“ und Strawinskys Trio-Suite zur „Geschichte vom Soldaten“. Wie anders die Instrumente da plötzlich klingen. Wie anders sie wirken. Klavier, Klarinette und Streichinstrumente sind in den unterschiedlichen Kontexten kaum wiederzuerkennen – nicht zuletzt dank meisterlicher Bedienung durch drei Großmeister ihres Faches, die die Wandlungen der Klangfarben wundervoll zu zelebrieren wissen: Patrick Messina, der „König der Klarinette“ aus Paris, Soloklarinettist beim Orchestre National de France und Professor in London, die amerikanische Stargeigerin Ida Bieler, Dreifachprofessorin (Düsseldorf, Graz und Winston/USA) sowie ihr langjähriger Pianopartner, der Australier James Maddox, Dozent in Düsseldorf.

Egal, ob Mozart/Strawinsky oder Bartok/Debussy: virtuos in den Soli, genussvoll im Zusammenspiel, kosten die drei Ausnahmekünstler die Unterschiede der Nuancen aus, machen sie jeden einzelnen Kontrast zum puren Hörvergnügen.

Was ist der Höhepunkt dieses ungewöhnlich anregenden Konzerts: Wenn Debussys Klarinette pastellfarben träumt? Oder wenn Bartok mit Schmackes auf bulgarisch macht? Wie auf Mozarts „Kegelstatt“ Klarinette und Violine im Finale sich das Ja-Wort geben? Oder doch, wenn Strawinskys Soldat die Prinzessin kriegt? Die Antwort gibt es an diesem Sonntag in Warfleth.

Karten gibt es zum Preis von 30 Euro (Schüler, Studenten, Azubis, Geburtstagskinder und Erwerbslose frei) unter Telefon 04406/920046.


Mehr Infos unter   www.reinhardrakow.de 
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