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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

KONZERT: Rhythmen gegen das Schmuddelwetter

23.11.2009

NORDENHAM Premieren in der Jahnhalle sind so eine Sache: verwöhnt durch gute, vertraute Bands und Künstler, geht das Publikum zurückhaltend mit „Neuen“ um. Zum Glück für „Suntana“ befindet sich mit Pasquale Schulz ein „alter Bekannter“ im Ensemble. Entsprechend gut besucht war die Premiere mit Titeln aus Carlos Santanas langer Karriere.

Vorab: Als Schmuddelwetter-Party funktionierte das Konzert ganz prima. Auch das Konzert gelang und Pasquale Schulz' Lampenfieber angesichts dieser Premiere vor kritischem heimischen Publikum legte sich zusehends.

Seine Rolle ist bei Suntana ungewöhnlich. Nicht, weil er nicht zeigen könne, dass er ein ausgezeichneter Sänger mit guter Stimme und ausgeprägtem Rhythmusgefühl ist. Auch nicht, weil seine Qualitäten als Moderator und Entertainer nicht zum Tragen kämen.

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Bei der Musik von Carlos Santana hat der Sänger nicht die zentrale Rolle, wie Pasco sie sonst oft einnimmt! Also gab es für ihn ungewohnte Pausen und längere instrumentale Passagen, in denen er Rhythmus tanzend ausdrücken musste.

Er schlug sich dennoch wacker, sorgte für gute Stimmung und akzentuierte, was seine Aufgabe war. Für sein Saxophon gibt es keinen angestammten Platz in der Musik.

Stammplätze haben die drei von der schlagenden Verbindung. Und sie überzeugten auf ganzer Linie. Ganz außen trommelte Jörn Martens auf seinen Kongas und Bongos den Grundrhythmus. Auch wenn er eher stoische Ruhe ausstrahlte, gingen von seinen Händen Tanzimpulse in Serie aus.

Vielfalt entzückt

Percussions-Zauberer Hans Rhomberg entzückte mit der Vielfalt seiner Rasseln, Glocken, Trommeln usw. Er füllte den Rhythmusklangteppich zum Erlebnis auf. Und er griff wiederholt zur Fender, um als Rhythmusgitarrist den Sound zu verstärken. Neben und leicht über ihm jagte Bob Renner seine Sticks über das beeindruckende Schlagzeug. Bei Santana-Titeln kommt so ein Schlagzeuger selten zur Ruhe!

Dieses Trio ergänzte der überzeugende Bassist Thomas von Glan, der Pasquale auch als Background-Sänger unterstützte. Seine Fingerkuppen müssen extrem de-sensibilisiert sein, denn Anzahl und Frequenz der Anschläge auf den strammen und festen Basssaiten sind bei dieser Musik gleichmaßen hoch. Tolle Soli unterstrichen den tollen Eindruck, den er hinterließ.

Wimmernder Hammond-Sound und Klavierklänge sind aus Santana-Songs nicht wegzudenken: mit Vicente Herrador sitzt bei Suntana ein souveräner Könner an den Keyboards, der calm und cool seine Tasten beherrschte.

Zentrales Instrument bleibt aber – gerade weil Carlos Santanas ist! – die Lead-Guitar. Ihr verlieh Ralf Heinlein eine betont rockige Note. Klar zeigte er immer wieder, dass er sie „smooth“ wie sein Vorbild spielen kann. Doch legte er gern eine Schippe drauf und erarbeitete sich heftige, gekonnte Soli. Auch er sang – neben von Glan und Renner – im Hintergrund.

Ohrwurm-Klassiker

Nach Nordenham hatten Suntana ein interessantes Programm gebracht, in dem sich Ohrwurm-Klassiker wie „Oye Como Va“, „Evil Ways“ und „Carnaval/Let the Children Play“ mit sehr viel jüngeren und weit weniger bekannten Stücken mischten, etwa „E Papa Re“ oder „Dance Sister, Dance“.

Anspruchsvolle Abläufe, komplexe Rhythmen, Instrumental-Kombinationen stellen hohe Anforderungen an das Können der Musiker – und Suntana konnte ihnen gerecht werden.

Leicht wippend oder locker tänzelnd genossen viele der Zuschauer recht aktiv diese Musik, die bewegt. Andere genehmigten sich den einen oder anderen karibischen Cocktail und wiegten das Glas im Rhythmus. Nach 22 abwechslungsreichen Santana-Titeln und den drei Stücken der Zugabe waren norddeutscher November und Schmuddelwetter vergessen. Danke, Suntana.

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