• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Rocklegenden begeistern Nordenhamer

27.04.2016

Nordenham Voll gepackte Parkplätze mit vielen Nummernschildern aus Nachbarkreisen und von weiter her erwarteten spät eintreffende Konzertbesucher. Ein überwiegend reiferes Publikum zelebrierte über zwei Stunden lang harte Rockklänge.

Die Auftaktstunde gestalteten „The Rattles“, in der Gründungsmitglied, Sänger und Bassist Herbert Hildebrandt unterstützt wird durch Dicky Tarrach am Schlagzeug, Manne Kraski an der Sologitarre und dem Sänger und Rhythmusgitarristen Eggert Johannsen. Wer seniorengerechte Weichversion der alten Starclublegende – die immerhin auf fünfzigjährige Geschichte zurückblickt – erwartet hatte, wurde angenehm enttäuscht.

Fetzige Gitarrensoli

Schon bei den Gassenhauern „Come On and Sing“ und „Love of My Life“ gab’s fetten Sound, wuchtiges Schlagzeug, fetzige Gitarrensoli und überzeugend kräftigen Rock-Gesang, bei dem sich Herbert Hildebrandt und Eggert Johannsen abwechselten. Letzterer verblüffte mit seiner klaren, hohen und geradezu jugendlich kräftigen Stimme, die vor allem beim Tophit „The Witch“ keine Wünsche offenließ.

Unter den mehr als einem Dutzend Songs der Rattles gab es Rockklassiker wie „The Hippie-Hippie Shake“, „Twist and Shout“ (The Beatles), „Delilah“ (Tom Jones) und Tony Sheridans Rockversion von „My Bonnie“, dazu ein Rattles-Medley und besagte „Witch“ in einer tollen Life-Fassung mit einem Lauf-Solo Manne Kraskys, der die komplette Friedeburg und die Rockgeschichte gitarrespielend durcheilte, dabei Jimmy Hendrix, Deep Purple und andere Rockgrößen zitierte und tosenden Applaus erntete.

Zum Abschluss des „Rattles“-Teils des Doppelkonzerts standen die Zuschauer applaudierend in den Sitzreihen, nachdem sie bereits zuvor zum Mitsingen und Klatschen animiert worden waren.

Die gute Stimmung überstand die Pause vor dem Auftritt der Lords. Bei denen spielen 57 Jahre nach der Bandgründung noch zwei Ur-Mitglieder, Leo Lietz (Gitarre) und Bernd Zamulo (Bass), die der Band ihre Stimmen leihen, Jupp Bauer (Gitarre, seit 1979 ein „Lord“) und Phillipe Seminara (seit 2011 an Drums).

Auch die Lords ließen keine Zweifel aufkommen: ihr Geschäft ist Rock’n’Roll der harten Sorte. Vor allem wenn Lord Bernds kräftiges Bluesorgan erklingt, Lord Phillipe dazu donnert und Lord Jupp die Gitarre kreischen lässt, bebt die Halle und bekommt das Publikum was auf die Ohren, ganz egal wie alt die Fans mittlerweile geworden sind.

Nach „Shakin’ All Over“, einer nostalgischen Kostprobe, gab es zunächst eine Reihe von Titeln der neuen CD, mit der die Lords zeigen, dass sie sich noch lange nicht zum alten Eisen gehörig sehen. Wiederum dominiert Lord Bernds Gesang und verblüfft mit Kraft und Ausdauer. „Greensleeves“ befriedigt kurz die Nostalgiker, dann geht es weiter mit neuem Material.

Das Publikum hört aufmerksam zu, klatscht engagiert und goutiert das Bemühen der Band. Doch so richtig geht die Post erst wieder ab, als der letzte Teil des Konzerts als Doris Days „Que Sera“ wie in den Sechzigern verrockt wird, wie auch der Gospel „Michael, Row the Boat Ashore“ und die alten Hits der Lords, etwa „Over in the Glory Land“, „Poor Boy“ oder „Gloryland“ erklangen.

Lebensfreude

Beide Bands durften sich nach ihren Auftritten großer Aufmerksamkeit erfreuen, konnten reichlich Tonträger vertreiben und mussten Vieles signieren. Der frühabendliche Rockevent weckte nicht nur Erinnerungen und nostalgische Gefühle. Er weckte auch bei betagteren Fans jugendliche Begeisterung und Lebensfreude.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.