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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Dorfspaziergang: Eine Zeitreise durch Strohausen

18.06.2019

Rodenkirchen Einen imposanten Eindruck über die Historie ihrer Heimat bekamen am Freitag die rund 35 Besucher eines Rundgangs durch Strohausen. Onno Ficke, Ehrenvorsitzender des Bürgervereins Strohausen, führte die Interessierten zu den wichtigsten Plätzen und Häusern aus dem 19. Jahrhunderts und hatte viele Details parat.

Schon am Treffpunkt, dem heutigen Dorfplatz, hatte Onno Ficke so manche Anekdote auf Lager. Schließlich war das alte Sieltief ein zentraler Punkt in der Vergangenheit. Genauso wie das Haus Mengers, das direkt nebenan liegt. „Das war früher ein Zwischenhandelslager“, erklärte Onno Ficke. Anhand von Fotos konnte er anschaulich präsentieren, wie das Gebäude vor ein bis zwei Jahrhunderten aussah und wie es sich seitdem verändert hat. Wo war der Viehstall, wo das Lager? Onno Ficke hatte auf alle Fragen eine Antwort – mit bildlichem Beweis.

Sein Wissen hat der 75-Jährige schon in frühen Jahren angesammelt und bis heute ausgeweitet. „Ich habe schon als kleines Kind meinen Großvater gelöchert, wie das früher war“, erzählte Onno Ficke.

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Und Strohausen hat durchaus eine bemerkenswerte Geschichte vorzuweisen. Von dort aus wanderten im 19. Jahrhundert zahlreiche Menschen aus, weil das Leben in der Region nicht gerade lebenswert war – jedenfalls nicht für alle. „Wer ein Schwein zum Schlachten und einen Zentner Bier hatte, kam gut durch den Winter. Der Rest aber nicht“, sagte Onno Ficke.

Auch im Handel spielte Strohausen eine wichtige Rolle. Vom heutigen Rodenkircher Ortsteil wurden verschiedene Handelsgüter in die ganze Welt verschifft. Zu jeder Nachfrage hatte Onno Ficke nicht nur eine Erklärung parat, sondern meistens auch ein Foto, das er zur anschaulichen Darstellung vorführte. Seine Sammelmappe war prall gefüllt, so dass keine Unklarheiten ungeklärt blieben.

Die Zuhörer hingen gebannt seinen Lippen. „Ich bin schon gespannt, was er als Nächstes erzählt“, sagte Hergen Drieling zwischendurch. Er sei 1975 mit seiner Frau nach Rodenkirchen gezogen und habe schon viel von der Heimatgeschichte mitbekommen. „Aber das, was Onno da erzählt, findet man in keinem Geschichtsbuch.“

Ihm ging es nicht alleine so. „Ich bin mir sicher, dass viele Leute etwas gelernt haben“, sagte Gabriele Wobbe-Sahm. Die Zweite Vorsitzende des Bürgervereins freute sich über das große Interesse an dem Spaziergang inmitten historischer Gemäuer. „Die, mit denen ich gesprochen habe, waren begeistert.“

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