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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Schuberts Lieder regen zur Meditation an

02.04.2019

Rodenkirchen „Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken?“

Mit diesen Worten begann Professor Johann Philipp Neumann (1774 bis 1843) seine Textsammlung „Geistliche Lieder für das heilige Messopfer“ von 1826. Zur Vertonung dieser romantischen, emotional aufrüttelnden Texte gewann er den bis heute anerkannten österreichischen Liederkomponisten Franz Schubert (1797 bis 1828).

Franz Schubert bearbeitete diese in deutscher Sprache verfassten Texte gleich in zwei Versionen: Die eine bestand aus einem vierstimmigen Chor und einer Orgelbegleitung, die andere aus der Erweiterung dieser Version durch Orchesterinstrumente.

Orchester aus Keyboard

Wer am Sonntagnachmittag in die St.-Matthäus-Kirche gekommen war, konnte eine weitere Variante der zweiten Fassung hören, denn Alfons Faß, Dirigent und Leiter der aufführenden drei Rodenkircher Chöre, hatte für dieses besondere Konzert alle Orchesterstimmen eigens in sein Keyboard derart eingespeichert, dass es den originalen Orchesterklang ersetzen sollte. Wie sich zeigte, eine wirkungsvolle, wenn auch nicht optimale Möglichkeit, die enormen Kosten für ein reales Orchester einzusparen.

Real waren dagegen waren die etwa 40 Sänger und Sängerinnen des St. Matthew`s Choirs, des St.-Matthäus-Kirchenchores und des Projektchores der Singgemeinschaft Stadland. Für sie hatte Alfons Faß die ursprüngliche Vierstimmigkeit der Chorpartien auf eine homogene Dreistimmigkeit reduziert.

Nach einer kurzen Begrüßung und inhaltlichen Einstimmung durch Bürgermeister Klaus Rübesamen und der Pastorin Birgit Faß begann die kurzweilige Aufführung der Deutschen Messe.

Zwischen den einzelnen zur Meditation anregenden Liedern sorgten inhaltlich gut abgestimmte und zum Denken anregende Texte, von Birgit Faß vorgetragen, für eine gute Abrundung der etwa einstündigen Veranstaltung.

Homogener Chorklang

Acht melodiöse homophone und eingängige Lieder bildeten das Herz von Schuberts Messe. Motiviert und mit homogenem Chorklang sangen die gut aufeinander eingestimmten Chöre die romantisch geprägten Texte.

Faß musste die Gratwanderung zwischen der eingespeicherten Orchesterbegleitung und der emotional differenzierten Wiedergabe romantisch empfundener Gefühle bewältigen. Durch sein klares Dirigat überwand er diese Schwierigkeiten zumeist.

Am Ende gab es für den engagierten Einsatz aller Beteiligten vom Publikum Applaus im Stehen und das besondere Lob von Klaus Rübesamen, der den Eindruck vieler Musikliebhaber an diesem Nachmittag in Worte fasste: „Ihr seid einfach klasse!“

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