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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Trotz Finanzmisere nicht privatisieren

15.09.2017

Rodenkirchen Der Rodenkircher Markt soll weiter von der Gemeinde organisiert werden. Eine Privatisierung des größten Volksfestes der Wesermarsch lehnen die Schausteller ab.

Das sagte die Schausteller-Sprecherin Marlies Cattelmann, Kleinensiel, in der öffentlichen Sitzung des Marktausschusses am Mittwochnachmittag im Rathaus. Die Idee einer Privatisierung wird gelegentlich wegen der Finanzmisere der Gemeinde vorgebracht, beispielsweise von der Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung.

Marlies Cattelmann befürchtet, dass eine Privatisierung zu deutlich höheren Gebühren für die Schausteller führen wird: „Das wird richtig teuer, und dann geht der Markt kaputt.“ Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) stimmte Marlies Cattelmann zu.

Der Ausschussvorsitzende Günter Busch (CDU) wandte sich generell gegen eine Gebührenerhöhung. Die gestiegenen Kosten – in den vergangenen Jahren etwa für die Prämierung beim Umzug und für die neue Wasserversorgung auf dem Marktplatz und jetzt für höhere Sicherheitsvorkehrungen – müssten durch Einsparungen an anderer Stelle wettgemacht werden.

Die Schausteller hätten die gleichen Kosten für Anfahrt und Aufbau, ob sie nun zehn Tage beim Kramermarkt in Oldenburg stehen oder nur vier Tage in Rodenkirchen. Höhere Standgebühren könnten lediglich dazu führen, dass es noch schwieriger werde, attraktive Geschäfte zum Rodenkircher Markt zu holen.

Ein Volksfest könne schnell kaputt gehen: In seiner Kindzeit sei der Nordenhamer Markt doppelt so groß gewesen wie der Rodenkircher.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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