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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Romantisches Balancieren auf Liebeswellen

25.01.2016

Nordenham Kalt und ungemütlich war es Freitagabend und auf den Straßen mitunter recht glatt. Für etwa 40 Musikliebhaber wahrscheinlich gerade genug Gründe, sich in der Jahnhalle von Carla Mantel musikalisch in der von ihr angekündigten Nussschalenromantik gemütlich treiben zu lassen. Kerzenschein und eine intim ausgeleuchtete Bühne sorgten für das stimmige Ambiente des abwechslungsreichen Programms.

Nicht mit schmachtenden Liebesliedern, sondern gleich mit einer abrechnenden Abfuhr „Du bist mir lieb, aber zu teuer. Du bringst mich noch um Kopf und Wagen“ von Pe Werner überfiel Carla Mantel das erwartungsvolle Publikum. Ihr zur Seite standen ihre langjährigen Begleiter Guido Solarek am E-Piano und Carolin Lenk am Violoncello.

Hintergründig, humorvoll und vor allem immer authentisch, wurden viele Facetten der Liebe in Liedern unterschiedlichster Genres vorgetragen. Hierbei war die Bremerhavener Sängerin mit ihrer wandlungsfähigen Stimme ganz in ihrem Element.

Mal mädchenhaft hell und klar, gleich darauf kraftvoll fordernd und an die Stimme von Edith Piaf erinnernd, entführte sie das Publikum meist mit einem zwinkernden Auge durch die komplizierte Welt der Liebe.

Egal, ob es der verliebte Fan war, der der angebeteten Cellospielerin folgte (Cello von Udo Lindenberg) oder der Frust des seichten Einerleis, der im alltäglichen Leben einen zu übermannen schien („Lach, wenn es nicht zum weinen reicht“ von Herbert Grönemeyer) – Carla Mantel nahm ihr Publikum mit.

Mit auf die nachfolgenden Lieder zielenden Moderationen, wie etwa der Aufzählung wichtiger Tipps für eine erfolgreiche Kontaktanzeige oder die humorvoll gegenüber gestellten Statistiken des Liebeslebens aus der unterschiedlichen Sichtweise eines Ehemannes und einer Ehefrau, lotste Carla Mantel ihr Publikum geschickt von einem Programmpunkt zum andern.

Stilistisch streifte das Trio dabei viele Musikstile, die immer wieder überraschten und in ihren gelungenen Arrangements einen tollen Rahmen zu den durchweg in deutscher Sprache aufgeführten Liedern bildeten. Auch eigene Liedkompositionen, von Carla Mantel und Guido Solarek geschrieben, bereicherten an diesem Abend das etwa eineinhalbstündige Programm. Mit bildreichen Texten und feinfühliger Begleitung rundeten diese den bunten Strauß von bekannten Liedern stimmig ab.

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