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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Glückwunsch: Mit großer Leidenschaft und Liebe zum Detail

03.07.2018

Ruhwarder Ein bekannter Butjadinger feiert an diesem Dienstag einen runden Geburtstag. Klaus Trolldenier stammt aus Unterfranken; der Ingenieur ist in der Welt viel herumgekommen. Am 3. Juli 1938 in Aschaffenburg geboren, kann er in seinem Ruhestand neben seiner Liebe für das Meer und die Seefahrt ausgiebig einer weiteren Leidenschaft frönen – der Malerei. Heute vollendet der Ruhwarder sein 80. Lebensjahr.

Anlässlich seines runden Geburtstages stellte Klaus Trolldenier jüngst seine neue Ausstellung mit dem Titel „Am Zeitfaden“ zusammen. Zeigen kann er sie in der Galerie am Wehlhamm, die seine Frau Silke in Ruhwarden betreibt. Die Trolldeniers sind als Gasthörer an der Universität Oldenburg im Fachbereich Kunst eingeschrieben.

Klaus Trolldenier war es von seiner Tätigkeit als Ingenieur gewohnt, sein Augenmerk auch auf kleinste Details gilt zu richten. Das hat der Jubilar auf seine Malerei übertragen. Dabei kam ihm sein Talent für das Zeichnen zugute; als junger Mann hatte er sich gut vorstellen können, Grafiker zu werden. Doch seine Eltern legten ihr Veto ein. So entschloss sich Klaus Trolldenier als junger Mann, im holsteinischen Elmshorn sein Faible für Schiffe zum Beruf zu machen. Er absolvierte eine Ausbildung zum Schiffbauer und hängte noch ein Ingenieur-Studium in Hamburg dran.

Seine spätere Ehefrau Silke lernte er in Itzehoe kennen; 1965 gaben sich beiden in Nordenham das Ja-Wort. An die Unterweser hatte es das Paar verschlagen, nachdem Klaus Trolldenier 1962 einen Job bei den Norddeutschen Seekabelwerken (NSW) angenommen hatte. Als leitender Ingenieur bei der Installation von Seekabeln war er rund um den Globus unterwegs. Ehefrau Silke und die Tochter Maike hielten daheim die Stellung. 40 Jahre bis zu seinem Ausscheiden 2002 war Klaus Trolldenier bei NSW beschäftigt – zuletzt als Qualitätsbeauftragter.

An seine erste Ausstellung, die er 1979 gemeinsam mit der Künstlerin Bärbel Deharde in der alten Tossenser Reithalle über die Bühne brachte, kann sich der 80-Jährige noch gut erinnern. Klaus Trolldenier entdeckte die Ölmalerei für sich, begann Anfang der 80er Jahre außerdem, sich mit Radierungen zu beschäftigen.

Klaus Trolldenier zählt neben dem im März verstorbenen Hergen Auffarth zu den Mitbegründern der Kunst- und Kulturwoche Gezeiten; von 1998 bis 2014 war er Vorsitzender des Arbeitskreises und wurde für seine Verdienst mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft ausgezeichnet. 2004 erhielten Silke und Klaus Trolldenier für ihr Engagement die „Goldenen Krabbe“, den Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde Butjadingen.

Klaus Trolldeniers Leidenschaft für die Kunst und die Kultur ist auch mit dem Beginn seines achten Lebensjahrzehnts nicht abgeklungen. Er nutzt Räume im Dachgeschoss seines Wohnhauses als Atelier. Hier entstand der Bilderzyklus „Dreizehn Tausendstel einer Zeit“, der nun durch die aktuelle Ausstellung eine Fortsetzung erfahren hat.

Klaus Trolldeniers Bilder lassen sich stilistisch schwer einordnen, haben jedoch alle eines gemeinsam: Jedes Motiv hat eine Geschichte und erzählt eine Geschichte. Der Maler kommentiert politische und gesellschaftliche Ereignisse in einer Art, die seinem Charakter entspricht – still, aber eindringlich.

Seinen runden Geburtstag wird Klaus Trolldenier ebenfalls ohne viel Aufhebens und Hektik feiern – ganz ruhig im Familienkreis, zu dem inzwischen auch die Enkelkinder Jan und Ole gehören.

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