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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Jüdischer Friedhof: Schüler wahren Andenken an Berner Juden

05.05.2015

Berne „Der Friedhof soll in Ehren gehalten werden und dokumentieren, dass meine Familie ein Teil der Berner Geschichte ist.“ Das war Ernest Koopmanns größter und einziger Wunsch, den der Amerikaner im vergangenen November äußerte, als er den jüdischen Friedhof seiner Familie an der Weserstraße in Berne an den Landesverband der Jüdischen Gemeinden Niedersachsen verschenkte. In Ehren halten wollen den Friedhof künftig die Schüler der neunten Klassen der Oberschule Berne: Sie übernehmen an diesem Donnerstag, 7. Mai, die Patenschaft für die Grabstellen der Familien Koopmann.

Festlicher Rahmen

Die Patenschaft für den jüdischen Friedhof in Berne übernimmt die Oberschule Berne an diesem Donnerstag, 7. Mai, in einer Feierstunde, die um 10 Uhr in der Mensa der Schule beginnt. Die Öffentlichkeit ist ausdrücklich dazu eingeladen. Musikalische Beiträge und Gedichte aus der Schülerschaft, Grußworte sowie einige Ausführungen zur jüdischen Familie Koopmann bilden den Rahmen der Veranstaltung.

Damit verbunden ist natürlich nicht nur die Pflege des Friedhofs, sondern auch die Erinnerung an die Schicksale der Berner Juden, die von den Nazis entweder ermordet oder vertrieben wurden. Die Schüler wollen durch ihr Engagement das Andenken an die früheren Berner Bürger erhalten und ihrer Generation mahnend ins Bewusstsein rücken, welche Verbrechen im Nationalsozialismus begangen wurden.

Zur Übernahme der Patenschaft laden die Gemeinde Berne und die Veranstaltungsreihe „Berne bringt. . .“ am Donnerstag, 7. Mai, zu 10 Uhr in die Mensa der Oberschule zu einer Feierstunde ein.

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Die Idee, Schülern die Pflege des Friedhofs zu übertragen, war im November bei einem Vortrag über das Schicksal der jüdischen Familie entstanden. Auch Ernest Koopmann war damals anwesend, der Vorschlag gefiel ihm. Die Großmutter des 68-Jährigen, Sara Koopmann, wurde im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet. Ernest Koopmanns Vater, Louis Koopmann, überlebte das Konzentrationslager Buchenwald und wanderte nach Amerika aus – Berne fühlte er sich aber immer verbunden.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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