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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Schützen: Tradition als Problem

05.12.2015

Stadland /Butjadingen Die Unesco hat das Schützenwesen zum immateriellen Kulturgut erklärt. Das bedeutet, dass die Tradition besonders gefördert werden soll.

Gerade die Tradition sei im Schützenwesen aber ein heißes Eisen, sagt Henning Belitz, Präsident des Schützenbundes Wesermarsch und Vorsitzender des Schützenvereins Seefeld. „Unsere Gesellschaft hat damit zu kämpfen, dass Vereine Schießsport betreiben, Uniform tragen und öffentlich feiern“, erläutert er.

Vor allem Jugendliche schrecke das ab. Deshalb seien die Schützenvereine überaltert und verlören Mitglieder. Der Schießsport selbst sei dagegen nicht das Problem, denn immerhin sei er eine olympische Disziplin. Seine Generation werde noch am Schützenfest und den Uniformen festhalten.

Die Zukunft gehöre aber wohl den Sportschützen und Trendsportarten in diesem Bereich. So habe der Schützenverein Seefeld Austritte in seiner Traditionssparte durch Eintritte in die Trendsport-
sparte Bogenschießen mehr als wettgemacht. Sie sei binnen zwei Jahren von 10 auf 48 Mitglieder gewachsen und habe die Kapazitätsgrenze erreicht.

Hartmut Garbade, Vorstandsmitglied des Schützenvereins Burhave, sagte auf NWZ -Nachfrage, dass er sich freue, dass das Schützenwesen auf diese Weise gewürdigt wird. „Ob uns diese Anerkennung weiterbringen wird, weiß ich aber nicht.“

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