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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Von oben nach unten sanieren

14.06.2018

Schwei Das vorerst letzte große Bauprojekt an der St.-Secundus-Kirche in Schwei hat begonnen: die Sanierung des Turms. Seit etwa zwei Wochen arbeiten sich die Maurer der Huder Fachfirma Kallisch von oben nach unten vor. Schadhafte Steine werden ersetzt und neu verfugt.

Dabei verwenden die Handwerker alte Ziegelsteine, die zu dem 1695 errichteten Turm passen, sagt der Kirchenälteste Hans-Gerd Westerholt, der auch dieses Bauvorhaben betreut: „Die Steine stammen von alten Bauernhöfen, die abgebrochen worden sind.“ So wird der etwa 40 Meter hohe Turm keine Fremdkörper enthalten, wenn das Gerüst im Herbst wieder abgebaut ist.

Spätestens Anfang Juli werden die Maurer fertig sein, dann folgt der unangenehme Teil der Turmsanierung: Der Krähendreck muss weggemacht werden. Seit Jahren schon fliegen die schwarzen Gesellen durch Luftlöcher oberhalb der Schallläden in den Turm ein, wo sie ihre Nester bauen – und ihre Notdurft verrichten. „Am Glockengeläut stören sich die Vögel nicht“, sagt Pfarrer Bernd Eichert.

Mit diesen ungebetenen Untermietern soll nach der Sanierung Schluss sein. Vorher muss aber der getrocknete Kot entfernt werden, den sie im Laufe der Jahre produziert haben. Dazu muss die Reinigungskraft einen Schutzanzug mit Maske tragen. „Das wird eine staubige Angelegenheit“, sagt Bernd Eichert. Und nicht nur das: Der Kot enthält auch Krankheitskeime.

Sobald der Krähendreck weg ist, rückt die Zimmerei Duhm aus Schwei an, um die Holzarbeiten auf dem Turm zu erledigen. Sie werden der umfangreichste Teil der Sanierung sein. So müssen die hölzernen Schallläden erneuert werden, die die Lautstärke des Glockenklangs abmildern. Vor allem aber werden die Eichenschindeln auf dem Turm ersetzt. Sie sind eines der Markenzeichen der 1619 geweihten Kirche: Kein anderes Gotteshaus der Oldenburgischen Landeskirche ist mit solchen Schindeln gedeckt. Das war zur Entstehungszeit des Turms anders. Die neuen Eichenschindeln kommen aus Bad Reichenhall.

Im Oktober oder November soll die Sanierung beendet sein, dann wird die Kirchengemeinde ein Fest mit allen Gewerken feiern. Bis die letzte Abrechnung beglichen ist, also wohl im Frühjahr 2019, will Hans-Gerd Westerholt als berufener Kirchenältester den Bau begleiten. Unter seiner Ägide wurde in den vergangenen 25 Jahren viel erreicht: Empore, Altar und Orgel saniert, der Kirchvorplatz erneuert, die neue Glocke angeschafft und das Nordportal geöffnet. Vielleicht wird demnächst noch der neue Kirchhof eingefriedet.

Die Turmsanierung ist auf 213 000 Euro veranschlagt. „Das wird aber nicht reichen“, sagt Pfarrer Bernd Eichert. Den Fehlbetrag wird die Landeskirche ausgleichen. Etwa 95 000 Euro kommen aus der Dorferneuerung.


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Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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