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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Weit mehr als 400 Jahre zurück

28.05.2019

Schwei Mit einem Fest auf dem Kirchvorplatz sind am Sonntag die einwöchigen Feierlichkeiten aus Anlass des 400-jährigen Bestehens der St.-Secundus-Kirche in Schwei zu Ende gegangen. Die von Schweier Vereinen mit Imbiss-, Getränke- und Spielständen gestaltete Abschlussveranstaltung gewährte den Besuchern auch einen Einblick in die Zeit weit vor 1619, dem Stiftungsjahr der Kirche, denn die Gruppe Turdus Merula aus dem Osnabrücker Land hatte vor dem Gotteshaus ein mittelalterliches Handwerkerlager aufgeschlagen.

Mit Torwandschießen

In mehreren Zelten zeigten die Mitglieder der Gruppe, wie die Familien damals gelebt und gearbeitet haben. Sie stellten auch Ausrüstungen und Waffen aus, die die Besucher, sehr zur Freude der Kinder, in die Hand nehmen durften.

Für das leibliche Wohl beim Abschlussfest sorgten der Bürgerverein Schwei und die DRK-Ortsgruppe mit Spezialitäten vom Grill. Der TuS Schwei erfreute die Besucher mit Popcorn und einer Jakkolobahn. Beim Förderverein der Grundschule konnten sich die Kinder schminken lassen und bei der Sportgemeinschaften (SG) Schwei/Seefeld/Rönnelmoor ihr Glück beim Torwandschießen versuchen.

Dem kleinen Markt voran ging ein Festgottesdienst in der Kirche. Zu dessen Besuchern gehörten auch Gäste aus den Niederlanden mit Pastorin Rens Dijkman-Kuhn an der Spitze. Das 400 Jahre alte Gotteshaus ist seit nunmehr 40 Jahren auch die Heimat der niederländischen Christen in Norddeutschland.

Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker machte den Psalm 127 zum Thema seiner Predigt. Der Satz „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ dürfte vielleicht schon vor 400 Jahren eine Rolle gespielt haben. In einer Zeit der Computer, der künstlichen Intelligenz und des Lebens aus der Retorte könne er als wohltuende Relativierung gedeutet werden. Freude am Tun sei wichtig, aber es müsse mit Maß erfolgen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann meinte, dass mit der St.-Secundus-Kirche den Schweiern seit 400 Jahren ein Stück Heimat gegeben sei, die auch Ort der Trauer, Freude und Zuflucht sei. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Klaus Rübesamen. Gott brauche kein Haus, wohl aber die Gemeinde. Die Kirche gebe nicht nur Geborgenheit, sondern sei auch ein Raum zum Ausruhen und der Begegnung.

Horst Gumprecht, Geschäftsführer des Architektenbüros Angelis und Partner, das zuletzt die Sanierung des Schweier Kirchturmes begleitete, betonte, dass neben großen Meistern wie Ludwig Münstermann (Altar) und Arp Schnitger (Orgel) auch viele nicht namhafte Menschen am Bau und Erhalt der Kirche mitgewirkt haben.

Idee von Pastor Rieper

Auf 400 Jahre Engagement für Planung, Bau, Unterhaltung, Ergänzung, Renovierung, Restaurierung und Sanierung, aber auch Infragestellung und mögliche Aufgaben blickte Kirchbauverein-Vorsitzender Dr. Cord Diekmann zurück. Die Finanzierung der Vorhaben sei schon immer ein Streitthema gewesen. Weil manche erwogene Vorhaben zu teuer oder auch als nicht notwendig erscheinen, wurden sie verworfen. Zur Finanzierung sei auch als neues Modell einmal eine Lotterie in Verbindung mit einer Kollekte vorgeschlagen, aber nicht realisiert worden.

Wegen der Finanzierungsprobleme sei bereits vor 35 Jahren auf Initiative des damaligen Pastors Johannes Rieper der Kirchbauverein gegründet worden. Aktuelle Vorhaben sind die Beschaffung einer elektronischen Sicherungsanlage, um an der Aktion „Offene Kirche“ teilnehmen zu können, und die Erstellung eines Kirchenführers.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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