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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bald Jugendarbeit in der alten Leichenhalle?

21.09.2019

Schwei Den Ratsfraktionen geht die Geduld aus: Sie wollen, dass die Kirchengemeinde Schwei endlich den vertraglich zugesicherten Raum für die kommunale Jugendarbeit zur Verfügung stellt. Dabei setzen die Politiker auch auf Vermittlung durch den Oberkirchenrat in Oldenburg.

Rechtsanspruch besteht

Darauf einigte sich der Jugendausschuss des Rates am Mittwochabend einstimmig. Vertreter aller Fraktionen machten deutlich, dass sie es nicht länger akzeptieren, dass die Kirchengemeinde den Raum nicht zur Verfügung stellt, den sie in einem Vertrag mit der Gemeinde für 50 Jahre zugesagt hatte. Die Gemeinde hatte sich im Gegenzug an den Baukosten beteiligt. Bevor aber etwas passiert, sollen alle Ratsmitglieder auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Verträge mit Vereinen

Am 3. Juli hatte sich der von Rat und Verwaltung gebildete Arbeitskreis zu diesem Thema im Gemeindehaus mit Pfarrer Bernd Eichert und Mitgliedern des Gemeindekirchenrates getroffen. Dabei sagte Pfarrer Eichert, dass alle Räume im Gemeindehaus von Schweier Vereinen belegt seien, denen er nicht kündigen möge mit Hinweis auf eine Jugendarbeit, von der niemand wisse, wie gut sie angenommen werde.

Als Ausweichquartiere verwies die Kirchengemeinde auf die ehemalige Leichenhalle, die seit Jahrzehnten als Abstellraum genutzt wird, und auf mögliche freie Räume in der Grundschule. In der Leichenhalle gebe es Heizung und Wasser und eine abschließbare Tür, ein zusätzliches Fenster werde die Kirchengemeinde einbauen.

Im Ausschuss sprach sich die gemeindliche Jugendarbeiterin Ann-Christin Dirks klar gegen die ehemalige Leichenhalle aus. Der Schule dagegen konnte sie schon etwas abgewinnen, auch weil es auf dem Schulhof einen Spielplatz gibt.

Doch vor dieser Lösung warnte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Elke Kuik-Janssen: „Schulräume sind gewidmet. Einer Umwidmung müsste die Schulbehörde zustimmen, und das kann dauern. Außerdem wollen Schüler nachmittags nicht wieder in die Schule gehen.“

Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) zitierte den Schulleiter Ulrich von Döllen mit der Aussage, dass alle Räume belegt seien. Er erinnerte daran, dass Pfarrer Eichert nicht in das Pastorenhaus gezogen sei, weshalb er nun im Gemeindehaus ein Arbeitszimmer und Platz für die Tresore mit wichtigen Unterlagen brauche, die bei seinen Vorgängern im Pastorenhaus untergebracht gewesen seien.

Nicht akzeptabel sei das Angebot des Pfarrers, das Obergeschoss des Gemeindehauses für die Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen, wenn die Gemeinde die dafür erforderliche neue Treppe finanziere. CDU-Fraktionschef Günter Busch sprach sich dafür aus, dass in diesem Fall die Kirchengemeinde die neue Treppe bezahlt.

Mediation aus Oldenburg

Olaf Helwig (Wählergemeinschaft Pro Stadland/WPS) und Elke Kuik-Janssen brachten Rechtsmittel gegen die Kirchengemeinde Schwei ins Gespräch, schließlich habe die Gemeinde einen verbrieften Anspruch auf den Raum. Elke Kuik-Janssen schlug zusätzlich vor, den Oberkirchenrat einzuschalten – nicht nur als vorgesetzte Behörde des Pfarrers, sondern auch für eine Mediation zwischen Kirchengemeinde und Kommune.

Andrea Arens, Grünen-Ratsfrau aus Schwei, riet zu Fingerspitzengefühl: „Wenn die Vereine aus dem Gemeindehaus raus müssen, bringen wir den ganzen Ort gegen uns auf. Die Sache sollte im Kleinen geregelt werden.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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