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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Schweier Bürgerverein: Alte Waage wird zum Lagerhaus

09.08.2019

Schwei Anfang Juli sind an der alten Schweier Viehrampe zum letzten Mal Schafe für die Auktion in Rodenkirchen an diesem Sonnabend gekört worden. Und Kühe, wie sie auf den drei grünen Türen des Waagenhauses verewigt sind, hat hier schon lange keiner mehr gesehen. Zeit also für einen Neubeginn.

Zeit für die sechs Dienstagsrentner, die die alte Anlage für den Schweier Bürgerverein in eine neue Nutzung überführen: Ein Lagerhaus für unzählige Fest-Utensilien soll hier entstehen. „Aber der Charakter der Anlage bleibt erhalten“, betont Klaus Duhm, einer der Dienstagsrentner. „Sie wird weiterhin wie eine Viehrampe aussehen.“ Die Dienstagrentner sind eine Gruppe von Ruheständlern, die an jedem Dienstag ehrenamtlich etwas fürs Schweier Dorfbild tun.

Anbau im Norden

Sabine Minnemann, die Erste Vorsitzende des Bürgervereins, ist froh, dass Rainer Meyer, Ernst Scherweit, Klaus Blank, Detlef Oltmanns, Klaus Hülsmann und Klaus Duhm die Arbeit machen. Vor einigen Wochen sind sie angefangen, einen festen Termin für die Fertigstellung haben sie sich nicht vorgenommen, hoffen aber, dass es im nächsten Frühjahr soweit sein wird.

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Echte Schwerarbeit hat Rainer Meyer vor zwei Wochen geleistet, als er mit Bagger und Stemmeisen die östlichen Gitter von der Viehrampe entfernt hat. Den Bagger stellte die Firma Landtechnik Stühmer kostenlos zur Verfügung. Neun Tonnen Eisen hat er aus dem Beton geholt. Gewiss nicht ohne Grund: An der Ostseite der Anlage öffnen sich die Türen des Waagenhauses, und deshalb muss diese Seite frei zugänglich sein – auch für die Zugmaschine, die nach der Fertigstellung den Anhänger in den Anbau schieben wird, den die Dienstagsrentner errichten wollen. Dafür müssen die Dienstagsrentner einen kleinen Aufgang erstellen.

Dieser Anbau soll auf der sowieso freien Fläche in Richtung Norden errichtet und mit einer Schiebetür versehen werden. Dafür wird das Waagenhaus um fünf Meter verlängert. Der Unterstand in Richtung Süden soll ebenfalls zugemauert und mit einer Tür versehen werden.

„Richtig schick“

Zusätzlich hat der Bürgerverein einen Container von der Gemeinde organisiert. Die weiße Metallkiste steht vot der Viehrampe; die Rentner überlegen, sie direkt vor das Waagenhaus zu stellen. Vorher wollen sie den Container aber aufhübschen: „Das wird ein richtig schickes Ding“, sagt Klaus Duhm. Innen soll die Kiste isoliert und mit einem Fußboden ausgestattet werden.

Aber selbst mit dem Anbau und dem Container wird der Platz nicht für alle Utensilien des Schweier Bürgervereins reichen, sagt die Vorsitzende Sabine Minnemann: „Was sich da alles angesammelt hat!“ Derzeit sind die Gegenstände auf etwa zehn Privathaushalte verteilt, die sie in Kellern und auf Dachböden lagern. Das ist erstens für die Privathaushalte eine Belastung, zweitens aber auch für die Ehrenamtlichen im Verein, sagt Sabine Minnemann: „Wir fragen uns gelegentlich: Wo war das noch mal? Und wer hat das abgebaut?“

Dabei geht es etwa um die Ausrüstung für den Weihnachtsmarkt – beispielsweise die Pyramiden, die an der Lindenstraße aufgestellt werden – und die Gestelle für die Pfingstbaumkronen, die Kaffeebecher für die Heißgetränke und die Ausrüstung für das Paddfest.

Deshalb ist Sabine Minnemann froh, dass die Gemeinde den Antrag des Vereins auf Nutzung des Geländes angenommen hat. Die Bedingungen erfüllt der Verein gerne: keine Partys, kein öffentlicher Ausschank.

Mit eigenem Geld

Die Materialkosten stemmt der Verein aus eigener Kraft, wie Sabine Minnemann sagt: „Wir gehen nicht betteln.“

Wie alt die Viehrampe ist, weiß kaum noch jemand. Erbaut wurde sie nach der Eröffnung des Schweier Bahnhofs an der Bahnlinie Rodenkirchen/Varel, die 1913 in Betrieb genommen worden war und vor etwa 60 Jahren eingestellt wurde. Eigentümer der Anlage ist die Gemeinde Stadland; unter Denkmalschutz steht sie nicht.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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