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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Viel Musik und nicht so viele Worte

14.05.2019

Schwei Der 22. Mai 1619 war ein Sonnabend – und zwar ein ganz besonderer. Denn an diesem Tag wurde die St.-Secundus-Kirche in Schwei geweiht. Der 400. Jahrestag dieses Ereignisses will die Kirchengemeinde Schwei mit einer Festwoche feiern, die am Sonntag, 26. Mai, mit einem Jubiläumsgottesdienst und einem Fest endet.

Luther-Oratorium

Vor dem Festtag gibt es eine Festwoche mit vier weiteren Veranstaltungen in der Kirche, die jeweils um 19 Uhr beginnen. Die erste ist am Dienstag, 21. Mai, gleich ein musikalischer Höhepunkt:
 Die Chöre Neuenburger Schlossgesang und Projektchor Butjadingen führen ab 19 Uhr das moderne Luther-Oratorium „Gaff nicht in den Himmel“ auf. Unter der Leitung von Gaby Menzel nehmen die Sängerinnen und Sänger zusammen mit den Instrumentalisten das Publikum mit auf eine Reise durch das Leben des Reformators Martin Luther (1483 bis 1546).

Als Gesangssolisten sind Marie McKenzie und Justus Mendelsohn zu hören. Das Pop-Oratorium dauert etwa 90 Minuten, in denen Klassiker wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ und „Vom Himmel hoch“ zu hören sind, aber auch Wortbeiträge von Detlef Osterthun und Michael Karusseit, die markante Lebensstationen des Reformators und seiner Frau Katharina beschreiben.

Das Oratorium war 2017 zu den 500-Jahr-Feiern der Reformation in Stollhamm und Neuenburg aufgeführt worden.
 Ohne Musik kommt die zweite Veranstaltung der Festwoche am Mittwoch, 22. Mai, aus: Ab 19 Uhr erzählt Achim Knöfel die Geschichte der St.-Secundus-Kirche. Der kürzlich in den Ruhestand getretene Verantwortliche für Kunstschätze und Baudenkmäler der Oldenburgischen Landeskirche ist ein profunder Kenner des Interieurs von St. Secundus. Dazu gehören Kanzel, Altar und Taufbecken aus der Werkstatt des Holzbildhauers Ludwig Münstermann, aber auch die Orgel. Zwischen einzelnen Passagen seines Vortrags trägt der Singkreis Schwei Abendlieder vor.
 Musik aus der Zeit vor 400 Jahren spielt am Donnerstag, 23. Mai, das Ensemble Consort Allerley. Die Gruppe der Musikschule Wesermarsch tritt in historischer Kleidung auf und agiert in variabler Besetzung – die Musiker blasen, streichen und zupfen. Auch an diesem Abend ist der Singkreis zu hören - sowohl in Begleitung des Ensembles als auch allein.
 Die Königin der Instrumente erklingt am Freitag, 24. Mai, ebenfalls ab 19 Uhr, wenn Natalia Gvozdkova, die Kantorin von St. Aegidius Berne, spielt – als Solistin und zusammen mit der Sopranistin Elisabeth von Hirschhausen aus Brake. Mit vielen unterschiedlichen Klangfarben ist das 1869 vom Oldenburger Orgelbauer Johann Clausen Schmidt (1811 bis 1881) gebaute Instrument wie geschaffen für die Interpretation von Musik aus verschiedenen Epochen. Die Organistin hat unter anderem Kompositionen von Georg Friedrich Händel und Joseph Haydn herausgesucht.
 Höhepunkt der Festwoche sind die beiden Veranstaltungen am Sonntag, 26. Mai. Um 10 Uhr beginnt der Jubiläumsgottesdienst, bei dem wieder der Singkreis zu hören sein wird. Die Festpredigt hält Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker. Zum Ende des Gottesdienstes werden die Ehrengäste Grußworte anbringen – allen voran Dr. Cord Diekmann, der Vorsitzende des Kirchbauvereins, der aus der Geschichte des Gotteshauses berichten wird. Daran schließt sich ein Sektempfang an – je nach Wetter in der Kirche oder draußen.
 Draußen geht‘s nach dem Gottesdienst weiter mit einem Fest auf dem Kirchvorplatz. Alle Vereine und Gruppen aus dem Dorf beteiligen sich daran, sagt Pfarrer Bernd Eichert. So stellt der Kindergarten Lüttje Lüü eine Hüpfburg auf, der Förderverein der Grundschule schminkt Kinder und backt Waffeln, die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes bietet Salate und Grillfleisch an, Grillwürstchen gibt‘s beim Bürgerverein. Der TuS lockt mit Stockbrot oder Popcorn – je nach Wetter. Auch die Feuerwehr rückt an. Mittelalterliches Leben führen „Die alten Friesen“ aus Schwei in „historischer Gewandung“ vor; sie haben sich auf die Zeit des 11. und 12. Jahrhunderts spezialisiert.

Kuchenspenden erbeten

Im Gemeindehaus öffnet eine Cafeteria, für die Kuchenspenden willkommen sind. Dazu läuft eine Endlos-Diaschau ohne Ton.

Zudem wird den Handwerken gedankt, die den Turm saniert und das Nordportal geöffnet haben. Vorbereitet worden ist die Festwoche vom Kirchenrat und vom Kirchbauverein.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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