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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Ein lebendiges Dorf, das wachsen will“

13.09.2017

Schwei Als Klaus Böhlke mit seinem 50 Jahre alten Trecker auf das Gelände der Grundschule fährt, wird er schon erwartet. Kinder aus dem Hort halten ein weißes Transparent hoch: „Schwei – das sind wir“ lautet die Aufschrift.

Die elf Mitglieder der Bewertungskommission für den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, die im Planwagen hinter dem historischen Trecker sitzen, sind beeindruckt: Besser kann ein Dorf kaum unter Beweis stellen, dass es sich auf seine Zukunft freut.

„Schwei – das sind wir“ rufen auch die Einwohner, die sich für die erste Szene des Imagefilms aufgestellt haben, den Philip Heyelmann gedreht hat. Das viereinhalbminütige Werk des 40-jährigen Filmproduzenten ist der Höhepunkt der Bewerbung von Schwei für den Kreiswettbewerb. Dass Philip Heyelmann in Waddens wohnt, das ebenfalls am Wettbewerb teilnimmt, stört weder ihn noch die Schweier.

Zentral und ländlich

„Schwei ist ein lebendiges Dorf, das weiter wachsen will“, fasst Philip Heyelmann seine Eindrücke zusammen. „Es ist ein Dorf, das durch seine Lage an der Bundesstraße 437 gut für den Fernverkehr erschlossen ist, aber gleichzeitig seine Ländlichkeit bewahrt.“

„Schwei – das sind wir“: Dieses Motto hat der 13-köpfige Arbeitskreis unter Federführung des Bürgervereins für die Bewerbung ausgegeben. „Die Schweier halten zusammen: Alle Generationen treten für ihr Dorf ein“, sagt Sabine Minnemann, die Vorsitzende des Schweier Bürgervereins, als sie die Bewertungskommission vor der Bushaltestelle an der Bahnhofstraße begrüßt.

Das zeigt sich für Sabine Minnemann und ihre Mitstreiter auch darin, dass keine der Errungenschaften des Dorfes – sei es das Buswartehäuschen, die Mitfahrerbank, der neue Turnhalle oder der Mietgrill am Osterfeuerplatz – auch nur die kleinste Beschädigung oder Verunstaltung aufweist. Was die Einwohner selbst geschaffen haben, sieht picobello aus.

Im März hat sich die Arbeitsgruppe zusammengefunden, um nach dem nicht ganz geglückten Anlauf 2009 einen zweiten Versuch zu wagen. Als entscheidende Themen standen sofort Einigkeit und Identifikation mit dem Dorf fest.

Die Identifikation tragen die Mitglieder der Arbeitsgruppe auch offen zur Schau, indem sie alle eine graue Weste oder Strickjacke mit dem Schweier Wappen auf der Brust tragen.

Historische Glocke läutet

Und sie vermeiden die Fehler von 2009: Damals hatten sie keinen Bürgerverein und die Kirche spielte bei der Bewerbung nur eine untergeordnete Rolle. Der Bürgerverein ist 2012 aus der Siedlergemeinschaft hervorgegangen und die Kirche ist an diesem Dienstagnachmittag ein zentraler Punkt der Präsentation. Sogar die historische Glocke von 1791 läutet, als die Bewertungskommission das Gotteshaus verlässt.

Zuvor erläutert Dr. Cord Diekmann, der Vorsitzende des Kirchbauvereins, die Besonderheiten von St. Secundus: Walter Renzelmann war 1527 neben dem Esenshammer Edo Boling der erste lutherische Geistliche in der Wesermarsch, und der Hamburger Holzbildhauer Ludwig Münstermann hat Kanzel, Taufdeckel und Altar des Gotteshauses geschaffen.

Möglich war die Anschaffung des Altars aber nur, weil die Gemeindeglieder ihn bezahlten – und zwar sozial gestaffelt. Und da war er wieder: der Schweier Gemeinsinn. Fast 400 Jahre später wirkt er immer noch in der Kirche: So ist der Kirchvorplatz mit tätiger Mithilfe vieler Bürger saniert worden – und zwar so wie die Bürger ihn haben wollten.

Im Gemeindehaus sieht die Bewertungskommission anschließend nicht nur den Schwei-Film von Philip Heyelmann, sondern stärkt sich auch mit Spezialitäten vom Wasserbüffel, die der Hof Theerkorn aus Norderschwei kredenzt, und aus der Fleischerei Wiese.

  Am Donnerstag, 19. Oktober, teilt die Kommission im Kreishaus mit, welche der zehn teilnehmenden Dörfer sich für den Landeswettbewerb qualifiziert haben.


Ein Video vom Besuch der Bewertungskommission sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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