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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mit der Kunst Barrieren überwinden

25.07.2018

Schweiburg Mehrere Workshops für eine integrative Gruppe von Flüchtlingen und Einheimischen finden im Atelier „Rimaschi“ an der Bundesstraße in der Gemeinde Jade statt. Die organisatorische Leitung und Antragstellung übernahm der Verein für Integrationshilfe Jade, vertreten durch den 1.Vorsitzenden Michael Rettberg. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen der Künstlerin Ulrike Schmitt von „Rimaschi“. Unterstützt wird sie dabei vom syrischen Künstler Ibrahim Wasfi. Organisatorisch an dem Projekt sind auch Ehemann Robert Schmitt sowie die Kunstunterstützer Tina Krämer und Bea Jacobs beteiligt. In der inhaltlichen Arbeit erfolgt eine Beratung und Begleitung durch Hans Meinen, ehemaliger Lehrer und ehrenamtlich in der Kulturarbeit der Gemeinde Jade tätig. Ferner unterstützt der Kulturverein Jade mit dem Vorsitzenden Bürgermeister Henning Kaars (UWG) das Projekt in der Öffentlichkeitsarbeit. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt das umfangreiche Integrationsprojekt.

Angebot für Flüchtlinge

In der Gemeinde Jade leben etwa 60 Flüchtlinge, überwiegend Familien. Sie werden vom Verein für Integrationshilfe Jade und vom Refugium Wesermarsch betreut. Trotz des ländlichen Charakters gibt es viele kleinere und größere kulturelle Initiativen und Einrichtungen für die Bürger in der Gemeinde. Dennoch mangelt es bisher an spezifischen Angeboten für die Flüchtlinge. Somit kommt dem geplanten Projekt eine besondere Bedeutung zu.

Ulrike Schmitt führt die Atelier-Galerie „Rimaschi“, in der eine Mitmachwerkstatt für Kreative, Urlauber und Besucher der Region eingerichtet ist. Das Atelier bereichert das kulturelle Angebot der ländlichen Flächengemeinde Jade und wird dabei ideell und organisatorisch von der Gemeinde und dem Kulturverein gefördert.

Ibrahim Wasfi stammt aus der Nähe von Damaskus und wohnt in Brake. In Syrien hat er von seiner Kunst leben können. Er besaß ein Atelier in seinem Haus und hat Erfahrung mit Kunstunterricht für Kinder und Jugendliche. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Reliefs, Skulpturen und Zeichnungen. In Deutschland hat er zusammen mit Hans Meinen ein Kinderbuch „Piet Himp und der Geselle Wind“ zeichnerisch gestaltet. Die Idee zum Projekt „Alte Heimat – Neue Heimat“ entstand in einer dreimonatigen Praktikumszusammenarbeit der beiden Künstler.

Dialog und Ausstellung

In den Workshops setzen sich die Teilnehmer mit dem Begriff „Heimat“ auseinander und werden befähigt, ihre Gedanken und Gefühle dazu verbal und künstlerisch auszudrücken. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Ausstellungen an Orten mit viel Publikumsverkehr, wie Rathäuser, Schulen, Banken sowie im Internet präsentiert. Schon während des Workshops soll ein Austausch mit interessierten Bürgern an den Kurstagen betrieben werden. Das Thema „Alte Heimat – Neue Heimat“ ist hervorragend geeignet, dass Einheimische – die Älteren teilweise mit eigener Fluchterfahrung – und Flüchtlinge in Dialog und kulturellen Austausch miteinander kommen. Sprachbarrieren können mit der Sprache der Kunst überwunden werden.

Auch nach dem Förderzeitraum soll die Ausstellung weiter wandern und in öffentlichen Räumen gezeigt werden, um den interkulturellen Dialog zu fördern. Die Workshop-Teilnehmer werden zu zweit oder dritt die Ausstellungen begleiten und durch Performances, Musik, Tanz und Esskultur bereichern.

Einen Eindruck von dem bisher Geschaffenen machten sich auch die Bürgermeister Henning Kaars (Jade) und Michael Kurz (Brake) sowie der stellvertretende Bürgermeister Ulf Riegel (Nordenham). Beeindruckt zeigte sich auch Landrat Thomas Brückmann; er erinnerte an die gute Zusammenarbeit der Gemeinden in der Wesermarsch bei der Flüchtlings-Betreuung und der Integration.

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