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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kulturleben: Gegensätze mit Witz und Melancholie

04.09.2017

Seefeld Aller Routine aus zahlreichen Bühnenauftritten zum Trotz zeigte sich „Sam“ Winter zu Beginn ihres „Support“-Acts ein wenig nervös, sang aber bald mit gewohntem Charme und ihrer charakteristischen Stimme zu den Klängen ihrer Gitarre Songs aus eigener Feder und von bekannten Bands, wie Buffalo Springfield, die Ärzte oder Sunrise Avenue. Bei einigen Liedern lieh Alena Hauske ihr in der Seefelder Mühle einfühlsam die Zweitstimme.

Der inhaltliche Bogen spannte sich von Sehnsuchtssongs zu ironisch-witzigen Beobachtungen der Menschenwelt und der Kurzauftritt fand beim überschaubar großen Publikum großen Gefallen.

Haupt-Act des Abends waren die „Moving Houses“ aus Bremen um den bosnischen Musiker Miran Zrimsek, die bereits zum vierten Mal nach Seefeld gekommen waren, wo sie an „Mugge-am-Busen“-Festivals teilnahmen.

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Der Cellist Zrimsek steht mit seinem Gesang im Mittelpunkt. Seine Songs mit englischen Texten handeln von allen denkbaren zwischenmenschlichen Beziehungen und haben durchgehend einen melancholischen Charakter.

Molltöne dominieren die Kompositionen, aber auch ein Tonartwechsel auf Dur lässt die Stücke wenig fröhlicher klingen. Zrimsek wagt mit seiner Stimme einiges, wobei man ihm glaubt, dass er hundertprozentig meint, was er singt.

Dazu spielt er im Wechsel Gitarre, auf der er per Fingerpicking meistens eher zarte Läufe spielt, oder Klavier, dem er zu den Texten passende, gefühlvolle Klänge entlockt. Das wirkt sehr authentisch, wobei der Musiker sehr fokussiert bleibt und während der Stücke wenig mit dem Publikum interagiert.

Der Spanier Pablo werkelt derweil an seinem Synthesizer oder greift in die Stahlsaiten seines E-Basses. Er webt die Sound-Teppiche in denen die Musik des Bandleaders schwebt, er produziert die mitunter überraschenden Sounds, den Elektro-Pop Anteil am Bandprogramm.

So verfremdet er die Tastenklänge mittels vielfältiger Effektgeräte.

An den Drums sorgt Philip aus Verden für den Drive. Mit den unterschiedlichsten Drumsticks und seinen Fußmaschinen wirbelt er auf seinem überschaubar kleinen Drumset, schafft den Spagat von zarten Hintergrundrhythmen bis zu fetziger und durchaus lauter Drum-Action in den dramatischen Phasen der Songs.

Nicht nur die Zugabe wird vom Seefelder Publikum mit freundlichem Applaus goutiert. Einzelne „Moving House“-Fans zeigen an diesem Abend in der Mühle wiederholt ihre Begeisterung für die Musik der Bremer Indie-Popper.

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