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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Malte Vief In Der Seefelder Mühle: Zurück am Ort seines ersten Konzerts

08.04.2019

Seefeld Musikgenuss von höchster Güte stand auf dem Programm der Seefelder Mühle: Malte Vief stellte seine neue Solo-CD „All – Ein“ vor und spielte weitere Stücke aus eigener Feder oder in eigener Bearbeitung.

Ganz ausverkauft war die Mühle am Freitagabend nicht. Einem Solisten auf der Gitarre, der dazu nicht singt, haben Konzertgänger möglicherweise keinen hinreichend unterhaltsamen Abend zugetraut. Sie haben sich geirrt!

Zwischen zart und klassisch, rockig und meditativ bewegen sich die Kompositionen. Diese abwechslungsreiche, aber immer emotional ergreifende Musik hat Malte Vief auf seinen unterschiedlichen Gitarren präsentiert. Der gebürtige Braker war zurück am Ort seines ersten Konzerts.

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Sofort sympathisch

Er eröffnet mit „Glück“ und „Josephine“ auf einer tiefer klingenden Baritongitarre, ruhig, balladenhaft, und erwirbt sich gleich die Sympathie des Publikums. Sympathisch und konzentriert erzählt er jeweils etwas zum jeweiligen Stück und Instrument, reichert das Ganze mitunter mit einer interessanten Anekdote aus seinem Leben an.

Das passt, denn Titel wie „Veit“ und „Birk“ oder „Brüder“ beziehen sich auf seine Söhne, die „Nordische Elegie“ entstand in seinem Kopf auf einer schwedischen Wiese. Die zweite Gitarre, die zum Einsatz kommt, hat sieben Saiten, eine Basssaite mehr als gewöhnlich. Auf ihr erklingen unter anderem ein Praeludium von John Dowland und eine am Barock orientierte Eigenkomposition namens „Allemande“.

Viefs Spieltechnik ist makellos. Er spielt das komplette Programm auswendig, häufig mit geschlossenen Augen, und sein Gesicht reflektiert seine Gefühle angesichts der Musik, die er gerade vorträgt. Alle Finger und Daumen kommen zum Einsatz, die sechs oder sieben Saiten der Instrumente klingen für musikalische Laien wie ein kleines Orchester.

Viefs Neigung zu „Heavy Classic“ lässt sich genießen, wenn er etwa für Steve Morse, dem langjährigen Gitarristen von Deep Purple, als „Dedication to Steve“ eine Bearbeitung von dessen „Too Many Notes“ spielt. „Too Many“ nicht für das Seefelder Publikum, dessen Augen fasziniert dem unglaublich flinken Fingerspiel folgen.

„Wiegenlied“ und „Preludium“ schließen den ersten Teil des Programms ab, mittlerweile ist Vief bei der Westerngitarre – mit sechs Stahlsaiten – angelangt. Insbesondere das „Preludium“ verschafft die richtige Herzenswärme für eine Pause.

Der zweite Teil des Konzers wird mit einer sechssaitigen Konzertgitarre gespielt. „Fluch“ wurde von der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“ inspiriert, „Flucht“ sollte eigentlich „Tarantella“ heißen, denn eine solche hatte Malte Vief beim Komponieren vorgeschwebt, doch ein Konzertbesucher, der darin die Hektik der Großstadt und einen entsprechenden Fluchtimpuls entdeckt hatte, gab die Idee zum Namen.

Mit 22 Saiten

Ein Höhepunkt des zweiten Sets war der Einsatz der Aliquot-Gitarre bei dem Stück „Aliquot“. Das ist lateinisch und heißt „einige“, denn diese besondere Gitarre hat einige Saiten mehr als ihre Verwandten: insgesamt genau 22! Von diesen sind zehn am Gitarrenhals angeschlagen, zwölf winden sich schräg dazu um den Korpus. Dort klingen sie entweder passiv mit und erweitern so das Klangspektrum, oder sie werden wie von Malte mit der rechten Hand gezupft, während die linke die anderen anschlägt. Das Stück hat er dem Erbauer dieser Gitarre gewidmet, die in Deutschland gerade einmal sechs Geschwister hat.

Der „Tanz des Bergkönigs“ zitiert Elemente aus zwei Peer-Gynt-Suiten von Edvard Grieg – schließlich hat Malte Vief klassische Gitarre studiert –, „Inspiration Found“ wurde durch „Norwegion Wood“ der Beatles angeregt.

Mit dem wilden „Furioso“ endet das Konzert offiziell, es folgt die Zugabe.

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