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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Reise durch ein langes Künstlerleben

14.05.2018

Seefeld Nach neun Jahren Pause gastierte am Wochenende erstmals wieder Alan Taylor in der Seefelder Mühle. Der britische Song-Poet ließ mit 14 Songs sein Musikerleben Revue passieren. Seine bildreichen Geschichten bezauberten die Zuhörer im bis auf den letzten Platz gefüllten Kulturzentrum.

Mit dem ersten Song stellte sich Alan Taylor gleichsam vor: „All I wanted“ – die Musik eines Woody Guthrie, ein Leben auf Reisen um die Welt, die Bewunderung der Fans auf der einen, die ständige Herausforderung auf der anderen Seite. In unserer Region ist Alan Taylor bestens bekannt, spielte er doch mehrfach im Gut Tossens und in der Seefelder Mühle.

Nun, mit 73 Jahren, muss er nicht mehr reisen, um von Auftritten zu leben. Doch wenn er auch nur kurze Zeit nicht auf den sechs Stahlsaiten seiner akustischen Gitarre spielt, kann er bald gar nicht mehr für sein Publikum spielen. Mehr als fünf Jahrzehnte akustische Gitarre haben ihren Tribut gefordert: Die Finger sind müde, drohen zu brechen; vielleicht muss Alan Taylor demnächst umsteigen und seine sonore Gesangsstimme mit einer elektrischen Gitarre begleiten. An ein Aufhören will er indes noch nicht denken. Zum Glück für sein Publikum, wie sich in der Seefelder Mühle zeigte.

Die vielen Besucher, unter denen sich auch Alan Taylors alter Freund Helmut Debus befand, genossen die poetisch aufbereiteten Erlebnisse aus einem langen und abwechslungsreichen Künstlerleben. Alan Taylors Stimme klingt nach wie vor warm und einschmeichelnd. Seine Lieder kommen von Herzen, die Gitarre beherrscht er trotz der Probleme mit den strapazierten Fingern immer noch perfekt, zelebriert den Picking-Stil, bei dem der Gitarrist Melodie und Begleitung gleichzeitig spielt.

„Chimes at Midnight“ handelt von der nächtlichen Einsamkeit des Künstlers im fremden Hotelzimmer, „Let’s Go to Paris“ beschreibt den vor Jahrzehnten gemeinsam mit Helmut Debus gefassten Plan, nach einer letzten Flasche Rotwein noch in der gleichen Nacht nach Paris zu fahren – die Reise steht aus. „Running on Dreams“ handelt vom Traum des jungen Musikers von der künstlerischen Erfüllung, während der „Crazy Man“ die Frage nach dem wahren Kern des Menschen stellt und den Zuhörer auf seine eigene Verantwortung verweist. „Brighton Beach“ blickt derweil auf die Jugend zurück, in der Taylor mit der Gitarre am Strand seiner südenglischen Heimatstadt spielte – vor allem, um den „Girls“ zu imponieren.

Das Publikum singt mit, ist glücklich, bei diesem Wiedersehen und -hören dabeizusein. Während sich ein wunderbarer Konzertabend dem Ende zuneigt, denken wohl alle in der Seefelder Mühle dasselbe: Schön, dass du wieder da bist, Alan Taylor!

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