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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Es macht Spaß, in Stadland zu wohnen“

24.11.2018

Seefeld Das plattdeutsche Wort „Butendiek“ geht Gisela Weller-Fuchs und ihrem Mann Günter schon leicht von den Lippen. Doch es hat immer noch einen süddeutschen Klang, denn das Ehepaar ist erst vor vier Monaten aus dem fränkischen Fürth bei Nürnberg nach Schweier-
außendeich gezogen – oder eben nach Butendiek, wie sie sagen.

Die beiden sind am Donnerstagabend in der Seefelder Mühle als Neubürger der Gemeinde Stadland begrüßt worden – zusammen mit etwa zwei Dutzend weiteren Menschen, die in den vergangenen zwölf Monaten in die Gemeinde zwischen Weser und Jadebusen gezogen sind. Insgesamt sind in dieser Zeit etwa 200 Bürger neu nach Stadland gekommen.

„Es macht Spaß, in Stadland zu wohnen“, sagte Bürgermeister Klaus Rübesamen und forderte die Neuen auf, sich in den örtlichen Vereinen zu engagieren. Begrüßungsworte sprachen auch Jan Brümmer, der Filialleiter der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in Rodenkirchen, und Norbert Hartfil, NWZ-Redaktionsleiter in Nordenham. LzO und NWZ sind Mitveranstalter des Neubürgerempfangs.

„Wir haben rund 1700 Abonnenten in Stadland, das heißt, dass wir hier gemocht werden“, sagte Norbert Hartfil zur Begrüßung.

Plattdeutsch lernen

Gisela Weller-Fuchs und Günter Fuchs haben ihren Umzug von der fränkischen Industriestadt aufs Land noch keinen Tag bereut, wie sie betonen. Dabei haben sie sich Schweieraußendeich nicht bewusst ausgesucht, wohl aber die Nordseeküste. Denn Gisela Weller-Fuchs leidet schon seit ihrer frühen Kindheit an Heuschnupfen und hat deshalb in jedem Sommer sechs Wochen im Nordseebad Schillig verbracht.

Jetzt hatte das Ehepaar beschlossen, ganz an die Nordsee zu ziehen. Die beiden haben einen alten Bauernhof mit Schwimmteich gekauft und sehr nette Nachbarn gefunden. In der Seefelder Mühle lernen die 50-jährige ehemalige Leiterin der Air-France-/KLM-Niederlassung Nürnberg und der 71-jährige frühere Maschinenbau-Ingenieur bei Christa und Hans Meinen Plattdeutsch – als einzige mit „Wortschatz null“ im Kursus, wie sie sagen.

Auch im Leben der gebürtigen Thüringerin Vera Steinhäuser (54) hat Plattdeutsch bisher keine Rolle gespielt. Vor 15 Jahren ist die Krankenschwester von Jena nach Marl gezogen, wo ihr neue Partner Gerhard Stepke (jetzt 51) mit seinen Kindern wohnte. Seit einem Jahr leben sie in Seefeld. Auf eine besorgte Anfrage von Bürgermeister Klaus Rübesamen antwortete Vera Steinhäuser: „Nein, wir ziehen nicht noch einmal um. Wir sind angekommen.“

Ihr Partner hat in Varel eine Stelle als Koch gefunden, „und ich bin eine ländliche Maus. Uns gefällt es hier richtig gut“, ergänzt Vera Steinhäuser. Sie haben zwei Berner Sennhunde, mit denen sie Hundesport betreiben, sie radeln, wandern und laufen viel. Außerdem fahren beide Motorrad.

Rundflug gewonnen

Die meisten Neubürger kommen aber aus der Nachbarschaft – aus Nordenham, Ovelgönne oder Berne. Oder aus Brake, wie Tobias Meyer und seine Frau Bettina Jischke-Meyer. Die beiden 29-Jährigen haben ein Haus in Rodenkirchen gefunden. Im nächsten Frühjahr oder Sommer werden sie es von oben sehen, denn Tobias Meyer hat bei der Verlosung den Hauptpreis gewonnen: einen Rundflug über die Wesermarsch für zwei Personen. Gezogen hatte diesen und zehn andere Preise die siebenjährige Glücksfee Emilie Jonker aus Kleinensiel, deren Name „Emily“ ausgesprochen wird. Einmal hat sie auch für ihre Mutter Brigitte einen Preis gezogen. Alle Teilnehmer hatten die Zahl der Bürger mit Hauptwohnsitz in Stadland gewusst: 7473.

Ein Hauptgewinn waren auch die leckeren regionalen Snacks, die die Café-Frauen der Seefelder Mühle auf die Tische gestellt hatten. Die Neubürger genossen die Kleinigkeiten zur Folkmusik des Duos Jürgen Fehlau (Nordenham) und Fredo Barre (Morgenland).

Und auch zu den vielen Informationen, die sie über die Gemeinde bekamen – zunächst von Bürgermeister Klaus Rübesamen. Dann stellte sich der Präventionsrat der Gemeinde vor – die Vorsitzende Katja Kohnert und Frank Schill, der Leiter der Polizeistation Rodenkirchen, informierten über die Aktionen. Cornelia Iber-Rebentisch, vor 35 Jahren als Neubürgerin gekommen und seit mehr als 30 Jahren in vorderster Front ehrenamtlich für die Seefelder Mühle tätig, stellte das Kulturzentrum vor, und die Vorsitzende Petra Leifert und die Gemeinde-Beauftragte Sigrid Burmester machten den Freundeskreis Petit-Caux bekannt.


Ein Video finden Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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