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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mit June und Dolly in den Seefelder Sonnenuntergang

19.08.2019

Seefeld Genau in die Lücke zwischen zwei Regentagen hatten die Macher des ersten „Seafield Country Open Airs“ ihre Premiere gelegt. Beste Voraussetzungen für einen gelungenen Abend. Das ahnten wohl auch die etwa 130 Besucher der Seefelder Mühle. Und sie wurden nicht enttäuscht. Ein Paar war sogar hoch zu Ross angereist und durfte sich somit, wie im Vorfeld versprochen, den Eintritt sparen.

Während es sich die Zuhörer mit einem Gläschen Wein oder einem verspäteten Stück Kuchen gemütlich machten, startete auf der Außenbühne pünktlich die noch namenlose Band mit Sängerin Maike Harbers aus Seeverns und Michael Emser aus Augusthausen (Gitarre, Ukulele, Mundharmonika). Unterstützt wurden sie von vier Musikern der Kirchenband Schweiburg, nämlich Sybolt Meindertsma (Cajon, Bass) und dem Bläsertrio Lissy Kandler, Nicole Eggers und Sina-Marie Hobbensiefken.

Die ungewöhnliche Zusammensetzung erklärt sich dadurch, dass Michael Emser sowohl die Schweiburger Kirchenband leitet als auch seit sechs Jahren der Gitarrenlehrer von Maike Harbers ist. Michael Emser ist ein sehr guter Gitarrist, der zudem noch gekonnt und witzig durch das Programm führte. Er verglich die Countrymusik mit Currypulver – auch bei der beliebten Gewürzmischung wisse man nie, was da genau an Komponenten drin sei.

So waren an diesem Abend folgerichtig viele Stücke zu hören, die man gemeinhin nicht der Countrymusik zuordnen würde, etwa „Shallow“ von Lady Gaga und Bredley Cooper oder „Proud Mary“ von CCR beziehungsweise Tina Turner.

Los ging es indes mit einem Klassiker der Countryikone Dolly Parton, nämlich „Jolene“, in Deutschland gerade wieder durch The BossHoss populär geworden. Schon hier zeigte sich, dass Maike Harbers zusätzlich zu ihrer stets positiven Ausstrahlung auch noch eine markante Stimme hat, die sehr schön mit dieser Art von Musik harmoniert.

Einige Lieder trugen Maike Harbers und Michael Emser als Duo vor, etwa das anrührende „Falling slowly“ des in Deutschland wenig bekannten, aber genialen irischen Sängers Glen Hansard. Ungewöhnlich präsentierte Band die „Ring of fire“ von June Carter, nämlich in der extrem langsamen Version des Schauspielers Dieter Pfaff. Die Bläsersektion bildete unterdessen das Fundament bei Titeln wie „Rawhide“ von den Blues Brothers oder „I walked the line“ von Johnny Cash.

Vanessa Kuck aus Ruhwarden geht sonst eher selten auf Konzerte, dafür oft zu den Spielen von Werder Bremen. Zufällig war sie auf den Auftritt ihrer Fastnachbarin Maike Harbers aufmerksam geworden – und fand den Abend sehr gelungen. So ging es auch den anderen Besuchern, die sich zwei Zugaben erklatschten und dabei den Refrain von Bob Dylans „Blowin’ in the wind“ textsicher mitsangen. Nach einem schönen Abend ritten alle dem Sonnenuntergang entgegen – wenn auch wohl zum größten Teil mit mehr als einer Pferdestärke.

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