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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Sein ganzes Leben ist ein großer Zirkus

09.07.2009

Die Vorstellungen des Zirkus Belly an der Papenkuhle

Zur Premierenvorstellung an diesem Donnerstag, 9. Juli, bittet der Zirkus Belly auf dem Platz an der Papenkuhle in Blexen um 20 Uhr zum Partnerabend. Zwei Zuschauer zahlen dann lediglich den Eintrittspreis für einen Besucher.

Weitere Vorstellungen des Zirkus Belly sind am Freitag, 10. Juli, und am Sonnabend, 11. Juli, jeweils ab 18 Uhr sowie am Sonntag, 12. Juli, ab 11 und ab 16 Uhr.

Der Kartenvorverkauf öffnet bis Sonntag täglich von 10 bis 12 Uhr an der Zirkuskasse. Das Zelt bietet insgesamt 800 Zuschauern Platz und unterteilt sich in die Kategorien Parkett, Sperrsitz und Loge.

www.der-grosse-circus-belly.de

Die 25 Menschen sehen sich als eine große Familie. Sie bieten in der Manege zweieinhalb Stunden Programm.

von Christoph Bähr

Blexen „Na meine Babys, wie geht’s euch denn heute?“, ruft Zirkusdirektor Klaus Köhler seinen drei Tigern und vier Löwen zu. Er spricht mit den ausgewachsenen Raubtieren wie mit Schmusekätzchen, als er sie in ihr Freigehege entlässt. „Ich mache das mit Liebe. Die Tiere sind wie meine Kinder“, sagt Köhler. Dennoch kontrolliert er sicherheitshalber noch mal, ob auch alle Tore zum Außengehege verschlossen sind: „Bei aller Liebe geht die Sicherheit natürlich vor.“

Köhler ist der Chef im Zirkus Belly, der von diesem Donnerstag bis Sonntag auf dem Platz an der Papenkuhle in Blexen gastiert. So wie andere mit Puppen oder Spielzeugautos aufwuchsen, wurde Klaus Köhler neben wilden Tieren und Artisten groß. „Mein ganzes Leben ist ein Zirkus“, sagt er und lacht. „Ich wurde da hinein geboren, genau wie meine Kinder und deren Kinder jetzt auch.“

Große Familie

Der Zirkusdirektor ist sechsfacher Vater und hat acht Enkelkinder. Alle gehören mit zum Zirkus Belly, der insgesamt aus 25 Personen besteht. Köhlers Sohn Klaus-Rouven ist etwa für die Alligatoren und Schlangen zuständig. Waltraut Köhler, die Frau des Direktors, dressiert eine Hundebande und den Schimpansen „Robby“.

Der Affe ist einer der Stars des Zirkus Belly. Das 35 Jahre alte Tier kam im Alter von einem Jahr zu den Köhlers. „Er fühlt sich immer noch als unser Kind“, erzählt Klaus Köhler. Als Beweis steckt er seinen Arm in das Gehege von Robby. Der Schimpanse kommt daraufhin sofort zu ihm gelaufen und untersucht den Arm genau. „Er laust ihn und schaut nach Verletzungen. So zeigt er, dass er mich als Familienmitglied sieht“, erklärt Köhler. Im Gegenzug trage er den großen Schimpansen regelmäßig huckepack über das Zirkusgelände, um dem Tier seine Zuneigung zu zeigen.

Pferde nicht verheizen

Auch die Pferde, Kamele und Zebras des Zirkus Belly kennen keine Scheu, wenn Klaus Köhler ihren Stall betritt. Sie fressen ihm buchstäblich aus der Hand. Schließlich ist der Direktor selbst bei den Aufführungen des Zirkus für die Raubtier- und Pferdenummern zuständig. Inklusive Miniponys hat er 25 Pferde, die Andalusier und Welsh-Araber präsentiert Köhler in einer anspruchsvollen Dressur-Aufführung. „Bei den Pferden muss man aufpassen, dass sie nicht verheizt werden. Die brauchen unbedingt ihre Trainingspausen“, sagt Köhler. Seine sibirischen Kamele seien hingegen total pflegeleicht: „Die vertragen auch extreme Temperaturen. Und im Regen gefällt es ihnen besonders gut.“

Artisten und Clowns

Neben den Tieren stehen bei den Darbietungen des Zirkus Belly auch Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in der Manege. Der Artist Rudi Althoff ist bekannt für seine waghalsige Rola-Rola-Nummer. Ein Drahtseilkünstler namens Jack Aron Sparrow bietet Unterhaltung in Anlehnung an den Kinofilm „Fluch der Karibik“. Miss Karina zeigt Tricks am Ringtrapez in zehn Metern Höhe. Für Staunen im Publikum sorgen der Illusionist Magic Erwin und der Luftmensch Gordon. Das Clowntrio Avantes ist für den humorvollen Teil der Show zuständig. „Kinder mögen die drei sehr gerne“, sagt Klaus Köhler. Besonders die lustige Elvis-Imitation des Clowns Zippogalli könne er empfehlen.

„Alles in allem bieten wir unseren Besuchern zweieinhalb Stunden echten Zirkus mit echten Menschen und echten Tieren. Das ist etwas anderes als vor einer Leinwand zu sitzen“, sagt der Zirkusdirektor begeistert. Zwar seien die Zeiten auch für Zirkusfamilien härter geworden, er hoffe aber trotzdem auf das Nordenhamer Publikum: „Wir sind jetzt zum dritten Mal in Nordenham. Bei unseren letzten Gastspielen waren die Leute hier sehr zirkusbegeistert.“ Daher rechnet Köhler auch dieses Mal wieder mit zahlreichen Besuchern.

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