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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Engagement: Seit zehn Jahren im Dienst für Sterbende

17.05.2011

BRAKE Menschen zu helfen, sie zu betreuen und bis an ihr Lebensende zu begleiten, ist für Gerda Schnieder eine erfüllende Aufgabe. Das ist auch der Grund, warum sie sich im ambulanten Hospizdienst des Diakonischen Werks Wesermarsch engagiert. Seit zehn Jahren übt Schnieder diesen Dienst am und für den Menschen aus.

Damit ist sie eine der Ersten gewesen – denn vor genau zehn Jahren wurde auch der ambulante Hospizdienst aus der Taufe gehoben. In einem Jubiläumsgottesdienst am Sonntag in der Stadtkirche würdigte Pfarrer Andreas Technow die Verdienste von Schnieder und weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Die ersten Begegnungen mit den betreuten Personen seien nicht immer einfach gewesen, blicken Gerda Schnieder und ihre Kollegin Antje Hartmann zurück. „Oft beruhte das aber nur auf Unsicherheit auf beiden Seiten“, erzählt Gerda Schnieder. Schon bald, so die Erfahrung, seien anfängliche Distanz oder Ablehnung verschwunden und Vertrauen und Nähe entstanden.

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Ängste nehmen

„Zeit“ und „Nähe“, betonten Schnieder und Hartmann seien die Schlüsselbegriffe in der Hospizarbeit. Es sei wichtig, den betreuten Menschen die Zeit zu geben, um sich auf die Nähe einlassen zu können. „In dieser Phase muss man auf jedes Signal achten, dass die betreute Person von sich gibt“, erklärt Schnieder. „Manchmal sind wir einfach nur für die Menschen da, damit sie sich nicht alleine fühlen.“

Der Tod einer betreuten Person trifft nicht nur die Angehörigen. Auch die Hospizhelfer würden trauern. Durch intensive Gespräche bei den regelmäßigen Treffen werde versucht, die Trauer zu verarbeiten, berichten die beiden Hospizhelferinnen.

Voraussetzung für die Hospizarbeit ist eine dreimonatige Ausbildung. Denn mit Menschen zu kommunizieren, die nicht mehr sprechen können, ist eine große Herausforderung, weiß Karin Schelling-Carstens, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Wesermarsch. Eine weitere sei, mit abweisendem Verhalten der Patienten umgehen zu können. In der Ausbildung würden die ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter lernen, einen Zugang zu Menschen in dieser Lebensphase zu finden.

Durch Rollenspiele könne man sich in gewissen Maßen auf eine Situation einstellen und dadurch erlernen, mit dieser Situation umzugehen.

„Ich finde es sehr wichtig, den Menschen die Angst vor dem Sterben zu nehmen“, erklärt Schelling-Carstens. „Wenn man jemandem die Angst vor dem Tod nehmen kann, wird es einerseits für die Person selbst leichter sein, zu gehen. Andererseits ist es auch für die Angehörigen einfacher von der verstorbenen Person loszulassen“, sagt Karin Schelling-Carstens.

Tod gehört zum Leben

Trotz der traurigen Erfahrungen lieben die ehrenamtlichen Mitarbeiter ihre Tätigkeit. Man bekomme sehr viel Unerwartetes zurück, etwa das Lächeln von dem betreuten Menschen.

Dass man vor dem Tod keine Angst haben müsse, machte auch Technow in seiner Predigt am Sonntag deutlich. Er kritisierte die Tabuisierung von Krankheiten in heutigen Zeiten. „Der Tod gehört zum Leben dazu“, sagte der Pfarrer. Er sei nicht das letzte.

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