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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Selbstgestricktes lässt Augen auf den Schiffen funkeln

28.11.2015

Brake In einer Reihe aufstellen und auf geht’s: Am Freitagnachmittag wurden im „Seamen’s Club“ wieder fleißig Tüten gepackt. Die Deutsche Seemannsmission Unterweser verteilt in der Adventszeit kleine Geschenke an Seeleute, die das Weihnachtsfest auf See feiern müssen.

„Ich denke, seit es die Seemannsmission hier in Brake gibt, gibt es auch Aktionen für die Seeleute zu Weihnachten“, erklärt Seemannspastor Dirk Jährig. Zusammen mit den Ehrenamtlichen der Mission tütet er Hygieneartikel wie Duschgel und Shampoo, kleine Leckereien wie Spekulatius und Schokoweihnachtsmänner sowie selbst gestrickte Mützen, Schals und Handschuhe in die weihnachtlichen Plastiktüten.

Die wärmenden Mützen und Schals hat der Handarbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinden Rodenkirchen und Elsfleth gestrickt. Aber auch Einzelpersonen aus Brake und Nordenham haben fleißig gestrickt. „Das Schönste ist, wenn die Seeleute die Tüten aufmachen und die selbst gestrickten Sachen sehen. Das Funkeln in den Augen, dass sich jemand für sie soviel Mühe gemacht hat, ist unvergleichlich“, schwärmt Jährig von den Begegnungen mit den Seeleuten.

Meist kämen Seeleute aus China, den Philippinen, Russland und der Ukraine in den Braker Hafen. Im „Seemen’s Club“ können die Männer ins Internet gehen, Pflegeartikel kaufen oder mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Ein Shuttle-Bus bringt die Seeleute auch zu den diversen Supermärkten.

Rund 3000 Seeleute kamen im vergangenen Jahr in den Club. Die Seemannsmission Unterweser betreut auch die Häfen in Nordenham und Elsfleth. Auch dorthin werden Weihnachtentüten gebracht.

„Unsere Bordbesucher nehmen die Tüten mit und verteilen sie“, erklärt Jährig. Das passiert bewusst schon vor Weihnachten, denn aus Erfahrung wissen die Missionshelfer, dass nur wenige Kapitäne an Heilig Abend die Häfen ansteuern. „Die meisten bleiben lieber auf See“, so der Seemannspastor. Sonst müssten die Schiffe drei Tage lang im Hafen liegen bleiben. Soviel Zeit hätten die Schiffe aber meistens nicht. „Es kommt immer öfter vor, dass die Seeleute nur für wenige Stunden anlegen. Dann haben sie auch keine Zeit in die Mission zu kommen“, erklärt der Pastor. Durch die Helfer kommt Weihnachten aber zumindest ein Stückchen zu den Seeleuten.

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