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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Engagement: Senioren zu glücklichem Leben verhelfen

17.01.2013

Brake Herbst 2012: Es klingelt an der Haustür des Diakonischen Werks in der Bürgermeister-Müller-Straße. Karin Schelling-Carstens kommt gerade aus einer langen Sitzung und ist nicht auf Besuch eingestellt. Was dann passiert, macht sie glatt sprachlos.

„Ich war platt“, gestand die Geschäftsführerin der Diakonie am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Vor der Tür standen damals drei Jugendliche, die Karin Schelling-Carstens mit dem Wunsch konfrontierten, in ihrer Freizeit anderen Menschen zu helfen, vorzugsweise Senioren. Ob es da irgendwelche Möglichkeiten gebe bei der Diakonie.

Die drei Jugendlichen sind Lotta Mannagottera (13), Aaron Betke (14) und Kim Gloystein (15), die zusammen die neunte Klasse des Gymnasiums besuchen. Zu dem Trio hat sich als Vierter im Bunde inzwischen Realschüler Hannes Fuhrken (14) gesellt; er kennt die anderen drei von einem Jugendleiterlehrgang.

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„Wir waren überrascht, dass Frau Schelling-Carstens so überrascht war“, erinnert sich Lotta an den ersten Besuch bei der Diakonie. Sie und ihre Mitstreiter hatte gedacht, dass sich häufiger mal Jugendliche anbieten, zu helfen, es vielleicht sogar schon eine Gruppe gibt, der sie sich anschließen könnten. Tatsächlich gibt es eine solche Gruppe nicht, und auch dass Jugendliche an der Tür der Diakonie stehen und Hilfe anbieten, ist alles andere als an der Tagesordnung.

Logisch, dass die Diakonie-Chefin die drei Jugendlichen damals hereinbat und sich mit ihnen zusammensetzte. Lotta: „Wir hatten eigentlich schon ziemlich konkrete Vorstellungen, was wir gerne machen würden, und wollten vor allem fragen, ob das geht.“

Mittlerweile sind Kim, Lotta, Aaron und Hannes ein großes Stück weitergekommen. Sie haben sich einen Namen für die Gruppe zugelegt: „Help for Happiness“. „Wir wollen Senioren mit unserer Hilfe ein glücklicheres Leben ermöglichen“, erklärt Aaron, von dem die Idee kam. Eingebettet in ein Logo, das Aarons Vater entworfen hat, ziert der Name nun Visitenkarten.

Das Rüstzeug für ihre künftige Arbeit haben die Jugendlichen bei kleinen Schulungen erhalten. Von einer Mitarbeiterin der Sozialstation Stedingen erfuhren sie zum Beispiel viel über das Thema Demenz und erhielten zudem wertvolle praktische Tipps – etwa wie man einem Senioren ein Getränk reichen sollte. „Das sind so Kleinigkeiten, über die man sich als junge Mensch gar keine Gedanken macht“, sagt Kim. Um sich in die Situation von alten Menschen hineinfühlen zu können, haben sich die Jugendlichen gegenseitig in einem von der Diakonie geliehenen Rollstuhl durch Brake geschoben – eine sehr spannende Erfahrung.

Alles was nun noch fehlt, sind Senioren, die die ehrenamtliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Kim, Lotta, Hannes und Aaron bieten alten Menschen an, für sie einzukaufen oder sich ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung zu stellen. Kontakt zu den engagierten Jugendlichen vermittelt das Diakonische Werk unter Telefon  695902.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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