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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Shantychor öffnet die Seemannskiste

22.12.2015

Nordenham Peter Kossak hatte nicht zu viel versprochen: „Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie!“ Und tatsächlich: Die Gäste im bis auf den allerletzten Platz gefüllten Alten Güterschuppen des Theaters Fatale hielten inne und genossen einen herrlich gemütlichen und beschwingten Sonntagvormittag.

Zum inzwischen achten Mal hatten der Nordenhamer Shantychor und seine A-cappella-Gruppe Käpt’n Bligh zum „Maritimen Weihnachtsfrühschoppen“ eingeladen. Und wieder sangen sie viele neue, aber auch viele bekannte Shantys, sangen von Wind und Wogen, von Seglern hart am Wind und Hafenkaschemmen, von Strand, Sturm und brüllenden Orkanen und der vermeintlich guten, alten Zeit.

Peter Kossak führte im Plauderton durchs Programm – unterhaltend und gespickt mit kurzweiligen Erläuterungen und Geschichtchen aus der üppigen Seemannskiste. Er erzählte, dass er selbst, wie andere aus dem 30-köpfigen Chor auch, lange Zeit dabei gewesen sei. Er wisse, was es heiße, zur See zu fahren. Sein erstes Schiff habe „Passat“ geheißen und er könne sich noch gut ans Rostklopfen erinnern.

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Viele Shantys seien damals Arbeitsgesänge gewesen, die den „eisernen Matrosen auf den hölzernen Schiffen“ geholfen hätten, ihre Boote „übers Meer zu peitschen“. Besonders heftig sei es in der Fischerei gewesen, die auch „unser“ Nordenham stark geprägt hatte.

Mit insgesamt 16 Shantys von „Fiddler’s Green“ und „Bully In The Alley“ über „Spanish Ladys“ bis zum „De untofredene Seemann“ hatten die Sänger einen bunten Mix auf dem Zettel. Viele in englischer Sprache, nur wenige übersetzt, denn, so Kossak: „Wir haben uns verschworen, die klassische Variante beizubehalten.“ Und die stamme halt von den Weltmeeren, auf denen Englisch gesprochen werde.

Oben drauf gab‘s zudem fünf Warmmacher ganz a capella von der Gruppe Käpt’n Bligh. Alle Shantys natürlich nach bekanntem Strickmuster mit Vorsänger. Mit dabei Heinz-Jürgen Miek, Manfred Voigt, Klaus-Ulrich Küpper, Hergen Endlich, Otto Fegter, Klaus Oberegger, Michael Niedzella und Siegfried Morawietz.

Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations für diesen wunderschönen, gemütlichen Weihnachtsfrühschoppen zum vierten Advent, die Seebären hielten dagegen mit drei Zugaben. Und dann konnte nur noch eines kommen: Gemeinsam sangen der Shantychor und seine Gäste „Oh, du fröhliche“, ein Lied übrigens, wie Peter Kossak erzählte, dessen Melodie auf ein altes sizilianisches Seemannslied zurückweist und das in seiner ursprünglichen Fassung Ende des 18. Jahrhunderts von Johann Gottfried Herder als ein „Allerdreifesttagslied“ sowohl fürs Weihnachts- als auch fürs Oster- und Pfingstfest niedergeschrieben wurde.

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